Mitten im größten internationalen Investmentforum seiner Geschichte empfängt das zentralasiatische Usbekistan hohen Besuch aus Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Mittwoch und Donnerstag zu einem offiziellen Besuch in der Hauptstadt Taschkent erwartet. Die Reise des deutschen Staatsoberhaupts in die postsowjetische Republik verdeutlicht einmal mehr die wachsende Bedeutung Usbekistans als Wirtschafts- und Investitionsstandort in Zentralasien.

Mit rund 38 Millionen Einwohnern ist das Land der bevölkerungsreichste Staat der Region, zugleich verfügt Usbekistan über eine vergleichsweise junge Gesellschaft und erhebliches Wachstumspotenzial. Auch wirtschaftlich zählt die noch junge Republik zu den dynamischsten Ländern Zentralasiens. 2025 wuchs die Wirtschaft um 7,7 Prozent. Besonders für die Industrie gilt das Land als aussichtsreicher Standort, nicht zuletzt wegen bereits bestehender Strukturen wie dem Automobilcluster. Begleitet wird Steinmeier von seiner Ehefrau Elke Büdenbender sowie einer Wirtschaftsdelegation.

Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Gespräche mit dem usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew. Nach Angaben beider Seiten soll dabei die weitere Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erörtert werden. Erwartet wird zudem die Unterzeichnung mehrerer Vereinbarungen zu Projekten deutscher Unternehmen in Usbekistan. Die Abkommen sollen in Anwesenheit der beiden Staatschefs unterzeichnet werden.