Laut dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk deutet alles darauf hin, dass der am Montag in Polen erschossene Künstler einem politischen Mord zum Opfer gefallen ist. Allerdings müsse man weitere Erkenntnisse abwarten, so Tusk.Die beiden kurz nach der Tat festgenommen belarussischen Staatsbürger seien wieder freigelassen worden, weil die Polizei keine Beweise für ihre unmittelbare Beteiligung an dem Mord habe. „Das ist ein schwieriger Fall“, sagte Tusk, da es nicht leicht sei, einen Auftragsmörder zu identifizieren. Die polnischen Behörden täten dafür alles mögliche. Falls Russland der Auftraggeber der Tat gewesen sei, handle es sich um einen Vorfall von internationaler Tragweite: „Das ist staatlicher Terrorismus.“Der unter dem Künstlernamen Semjon Skrepezkij bekannte Künstler war am Montag in der Kleinstadt Biala Podlaska östlich von Warschau erschossen wurden. Laut Augenzeugenberichten, die in polnischen Medien zitiert wurden, wirkte die Tat wie eine Exekution.Skrepezkij hatte sich in seinen satirischen Bildern über den russischen Machthaber Wladimir Putin, den belarussischen Diktator Alexandr Lukaschenko und Ramsan Kadyrow lustig gemacht, den Herrscher über Russlands Teilrepublik Tschetschenien.
Tusk: Alle Hinweise deuten auf politischen Mord in Polen
Nachdem ein russischer Künstler in Polen erschossen wurde, spricht Polens Ministerpräsident von einem politisch motivierten Verbrechen. Steckt Russland dahinter?










