PfadnavigationHomeSatireArtikeltyp:SatireBaugrube doch brauchbarDeutsche Bahn denkt um – Stuttgart 21 wird BaggerseeStand: 11:59 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Schatten des alten Bahnhofturms können sich die Stuttgarter bald erfrischen.Quelle: Arnulf Hettrich/imageBROKER/picture alliance; Patrick Seeger/dpa/picture alliance; Montage: GLASAUGEGroße Freude in Stuttgart: Die Deutsche Bahn hat endlich einen vernünftigen Plan für den wohl niemals fertig werdenden Hauptbahnhof – die Baugrube wird mit Wasser gefüllt und in ein Naherholungsgebiet umgewandelt.Spektakuläre Nachrichten aus der baden-württembergischen Hauptstadt: Stuttgart 21 wird viel früher in Betrieb genommen als gedacht! Die Deutsche Bahn habe sich nach der jüngsten Panne (mehr als 1000 Kilometer Kabel waren falsch verlegt worden) für ein neues Konzept entschieden, erklärte Evelyn Palla jetzt in einem legeren Beach-Outfit auf der Baustelle. „Da wir inzwischen eingesehen haben, dass Stuttgart 21 niemals fertig werden wird, haben wir beschlossen, die Baugrube sinnvoller zu nutzen“, erklärte die gut gelaunte Bahnchefin, als sie mit einem fröhlichen „Wasser marsch!“ den Startschuss für das Projekt „Stuttgart H2O“ gab.So wird Stuttgart 21 doch noch zum ErfolgDie Stuttgarter dürfen sich freuen: Statt eines neuen Hauptbahnhofs unter der Erde bekommen sie ein Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. „Die Umwandlung von Stuttgart 21 in einen Baggersee ist der beste und nachhaltigste Weg, um das Projekt noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, zeigte sich Palla beim Beginn der Flutung des unterirdischen Komplexes überzeugt. Lesen Sie auchDas Bade-Paradies im Herzen Stuttgarts werde der erste Bahnhof in Deutschland sein, an dem man sich wirklich gerne aufhalte, versprach die Bahnchefin. Angesichts immer größerer Hitzewellen im Sommer garantiere der Ort zuverlässige Erfrischung, so Palla. Und auch Hobbytaucher dürften bei der Besichtigung des verwunschenen unterseeischen Milliardengrabs auf ihre Kosten kommen. Deutsche Bahn mit ehrgeizigen PlänenBesonders stolz ist die Bahn auf die neue Nutzung der Tiefbahnhof-Ruine als künstliches Riff. Schon wenige Stunden nach Beginn der Flutung seien erste seltene Arten gesichtet worden, darunter der Stuttgarter Kabelkarpfen, die Gleisgrundel sowie der vom Aussterben bedrohte Projektsteuerungshecht. Umweltverbände begrüßten die Entwicklung. „Endlich entsteht auf der Baustelle etwas, das tatsächlich lebt“, erklärte ein Sprecher des NABU.Lesen Sie auchAuch verkehrstechnisch verspreche das Projekt erhebliche Vorteile, stellte Bahnchefin Palla klar. Statt auf verspätete Züge zu warten, könnten sich Reisende künftig einfach mit Tretbooten, Stand-up-Paddle-Boards oder Schlauchbooten selbst fortbewegen. Um die schlechte Pünktlichkeitsstatistik der Bahn noch weiter zu verbessern, habe man deshalb im Verkehrsministerium nun auch eine Komplettflutung Deutschlands beantragt. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook oder Instagram – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!