Ihr Mittagessen konnten die meisten Anwohner, die wegen einer Bombenentschärfung am Mittwoch ziemlich früh ihre Häuser im Mainzer Stadtteil Hartenberg-Münchfeld hatten verlassen müssen, dann schon wieder zu Hause einnehmen. Denn den Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz reichte letztlich eine gute Stunde, um in die Baugrube an der Fritz-Bockius-Straße hinabzusteigen und die Überreste einer tags zuvor ebendort entdeckten und 250 Kilogramm schweren amerikanischen Weltkriegsbombe für immer unschädlich zu machen. Für die Entschärfung des Blindgängers mussten knapp 2000 Menschen im Umkreis von etwa 250 Meter rund um den Fundort vorsorglich ihre Häuser verlassen; auch das nahe gelegene Taubertsbergbad war betroffen.Die Räumung des gesamten Areals – zwischen Saarstraße, Wallstraße, Bahnhof West und Bruchwegstadion – verlief nach Angaben der Polizei „planmäßig und ohne größere Probleme“. Insgesamt waren laut Stadt für die Evakuierung und Entschärfung bald 300 Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehren, Ordnungsbehörden, Hilfsorganisationen und Kampfmittelräumdienst im Einsatz.Die womöglich seit 1944 im Erdreich liegende Fliegerbombe, deren Zünder nach Einschätzung der Experten noch intakt war, sollte zur Beseitigung anschließend auf ein eigens dafür genutztes Gelände in der Nähe von Koblenz gebracht werden.
Weltkriegsbombe in Mainzer Wohnviertel entschärft
Erfolgreiche Bombenentschärfung: Schneller als gedacht konnten die knapp 2000 Anwohner, die rund um die Fritz-Bockius-Straße in Mainz leben, wieder nach Hause.










