Straßenschäden auf einer Autobahn: Kommunen investieren uneinheitlich stark
Um Straßen, Schulen und Sporthallen instand zu setzen, müssten die Kommunen kräftig Geld ausgeben. Tatsächlich hat der Investitionsrückstand bei dringend nötigen Sanierungen aber ein Rekordniveau erreicht. Nach einer aktuellen Befragung von Kämmereien im Auftrag der Förderbank KfW beträgt er geschätzt rund 231 Milliarden Euro. Die Summe aus dem Vorjahr von 215,7 Milliarden Euro wurde damit nochmals um 7,2 Prozent übertroffen.
In manchen Bereichen ist der Rückstand besonders groß: 68,9 Milliarden Euro fehlen demnach bei Schulgebäuden, auf den Straßen gibt es einen Rückstand von 53,7 Milliarden Euro. 30 Prozent der Kommunen gaben an, dass sie den Unterhalt im Straßen- und Verkehrsbereich sogar »gar nicht« oder nur im »geringen Umfang« gewährleisten könnten, heißt es in der Analyse. Schlaglöcher und Auswölbungen bleiben deshalb oft unbehandelt.
Auch in anderen Bereichen melden die Kämmereien wachsende Rückstände. Bei Sportstätten stieg der Investitionsbedarf demnach um 6 Milliarden Euro, beim Katastrophenschutz 3,2 Milliarden Euro und bei Verwaltungsgebäuden 2,8 Milliarden Euro.
Immerhin seien Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro geplant, so die Studie, an der mehr als 1.000 Kommunen im ersten Quartal teilnahmen. Im Vorjahr seien es 44 Milliarden Euro gewesen. Der größte Anteil soll in Schulen fließen (27 Prozent), gefolgt von Straßen und Verkehrsinfrastruktur (23 Prozent) sowie Brand- und Katastrophenschutz (10 Prozent). Allerdings werden erfahrungsgemäß nicht alle Gelder wie geplant verausgabt – zum Beispiel wegen langwieriger Genehmigungsverfahren und unterbesetzter Bauämter.











