Am Ende seiner historischen WM-Gala hob Lionel Messi triumphierend die Hände in die Höhe – und die Fußball-Welt verneigte sich vor einem Mythos. Mit drei Treffern hatte Argentiniens Superstar beim 3:0 (1:0) gegen Algerien den WM-Torrekord von Miroslav Klose egalisiert, in seinem 200. Länderspiel, bei seiner sechsten WM, genau 20 Jahre nach dem WM-Debüt. „Messi, Messi, Messi“-Sprechchöre hallten durch das Arrowhead Stadium in Kansas City, kaum einen der knapp 70.000 Fans hielt es auf den Sitzen.Filmreif hatte der achtmalige Weltfußballer die Mission Titelverteidigung eingeläutet. „Ich liebe das Fußballspielen, es ist meine Leidenschaft, seit ich klein bin“, sagte Messi: „Wenn ich mich gut fühle, gebe ich alles.“Auch im hohen Fußballer-Alter von 38 Jahren ist er für Argentinien unverzichtbar. Mehr noch: „Messi ist die WM“, kommentierte die Tageszeitung La Nácion in der Heimat: „Der ewige Kapitän fügt seiner beispiellosen Karriere ein weiteres Kapitel hinzu und zementiert seinen Legendenstatus.“An einem denkwürdigen Abend war der Torrekord – Messi hat nun wie Klose 16 WM-Treffer erzielt – längst nicht die einzige Bestmarke. Einsätze bei sechs Weltmeisterschaften hatte vor Messi noch kein Spieler aufzuweisen. 20 Jahre lang war „La Pulga“ der jüngste WM-Torschütze seines Landes. Die Treffer (17., 60., 76.) gegen am Ende chancenlose Algerier machen ihn auch zum ältesten.Haaland bringt Norwegen auf KursAuch ein anderer Stürmerstar glänzte in der Nacht zum Mittwoch: Erling Haaland schoss Norwegen zum ersten WM-Sieg seit 28 Jahren. Dank eines Doppelpacks des Mittelstürmers von Manchester City setzten sich die als Geheimfavorit gehandelten Skandinavier gegen den Irak mit 4:1 (2:1) durch. Der krasse Außenseiter aus dem Nahen Osten stand erstmals seit 40 Jahren wieder bei einer WM auf dem Platz und ist erst zum zweiten Mal qualifiziert.Vor 63.106 Zuschauern brachte Haaland (29./43. Minute) Norwegen zweimal in Führung. Aymen Hussein (39.) hatten für den Irak zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach der Pause legte der eingewechselte Leo Östigard (76.) nach, in der Nachspielzeit unterlief Hussein (90.+7) ein Eigentor. Im ersten Spiel der Gruppe I hatte Frankreich dank zweier Treffer von Kylian Mbappé mit 3:1 gegen den Senegal gewonnen.Hätte Mbappé noch einen Elfmeter bekommen müssen?Der für Frankreichs Superstar Kylian Mbappé nicht gegebene Strafstoß beim 3:1 gegen Senegal sorgt auch nach dem Schlusspfiff für Unverständnis. „Das ist einfach nur ein astreines Foul. Es ist für mich ein absolutes Rätsel, ja skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt“, sagte der deutsche Weltmeister von 2014 Thomas Müller als Experte bei MagentaTV zur vieldiskutierten Szene im ersten Gruppenspiel des Weltmeisters von 2018.In der 58. Minute war Mbappé in vollem Lauf nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden gegangen, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der im Iran geborene australische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Auf den TV-Bildern war eine Berührung zu sehen.Happy End für Vozinha?Das Außenministerium der USA möchte der Mutter von Kap Verdes WM-Held Vozinha ein Visum ausstellen. Das sagte ein Sprecher laut eines Berichts von CNN. Der Torwart des Außenseiters hatte nach dem sensationellen 0:0 gegen Spanien erklärt, dass seine Mutter aufgrund der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht dabei sein konnte. Der 40-Jährige hatte unter anderem deshalb nach dem Schlusspfiff Tränen vergossen. Laut des CNN-Berichts liege das Problem auch darin, dass Vozinhas Mutter aktuell keinen gültigen Reisepass besitze. Sie sei aber dabei, sich einen zu beschaffen. Kap Verde trifft am Sonntag in Miami auf Uruguay.
Fußball-WM 2026 Update vom 17.06.2026: Messi, Haaland und Mbappé glänzen
Die Starangreifer liefern bei der Fußball-WM: Kylian Mbappé und Erling Haaland treffen doppelt, Lionel Messi sogar dreifach. Miroslav Kloses WM-Rekord dürfte fallen.











