Jane und Alan Kelvey, ein britisches Rentnerpaar, weisen die Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums zurück, ihre Segeljacht habe sich im Ärmelkanal »gefährlich« einer russischen Fregatte genähert. Gegenüber der BBC schilderten die beiden, sie seien rund 20 bis 23 Seemeilen südlich der Isle of Wight unterwegs gewesen, als sie dem Kriegsschiff »Admiral Grigorowitsch« begegneten.
Nach Angaben von Jane Kelvey habe das russische Schiff zunächst »fünf Signaltöne mit dem Horn« gegeben. Daraufhin habe die Crew der unter britischer Flagge fahrenden Jacht »Bright Future« »sofort zwei Grad nach Backbord« gedreht – erkennbar als bewusste Kursänderung. Etwa eine Minute später sei das Horn erneut fünfmal ertönt, direkt danach seien »vier bis fünf Schüsse kleinen Kalibers« gefallen.Die Kelveys sprechen von Warnschüssen »in die Luft« und betonen, ihre Jacht sei »definitiv nicht auf Kollisionskurs« gewesen. »Aus unserer Sicht war es kein Vorfall, bis die Schüsse fielen«, sagte Jane Kelvey, sie nannte das Vorgehen »völlig unnötig«. Auch Alan Kelvey bezeichnete die Schüsse als »nicht notwendig«. Schäden oder Verletzte habe es nicht gegeben; die Jacht-Besatzung sprach von einem Abstand von etwa 450 Metern.










