Verteidigungsminister Boris Pistorius hat in Friesland einen »Aktionsplan Drohnen« angekündigt. Die Bundeswehr soll mit mehreren Milliarden Euro besser für Aufklärung, Einsatz und Abwehr gerüstet werden.
16.06.2026, 23.53 Uhr
Verteidigungsminister Boris Pistorius beim Objektschutzregiment auf dem Fliegerhorst Upjever zur Drohnenabwehr, Niedersachsen, 16.06.2026
Drohnen spielen in militärischen Konflikten eine immer größere Rolle – die Bundeswehr soll daher bei der Drohnenabwehr nach Plänen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius stärker werden. Bei einem Truppenbesuch in Friesland kündigte der Minister erhebliche Investitionen dafür an. »Wir starten in diesen Tagen einen Aktionsplan Drohnen«, sagte der SPD-Politiker. Dieser umfasse eine Vielzahl von Maßnahmen, die nun umgesetzt würden. »Und das bedeutet, dass wir bis zum Ende des Jahrzehnts circa 16 Milliarden Euro in diesen Bereich investieren wollen.«
Pistorius will die Bundeswehr mit Drohnen für Aufklärung, Einsatz und Abwehr ausrüsten. Bei der Einführung in die Truppe wolle man »sehr strategisch und sehr zielgerichtet« vorgehen.Besuch bei Drohnen-SpezialistenPistorius besuchte zusammen mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, das Objektschutzregiment »Friesland« der Luftwaffe auf dem ehemaligen Nato-Flugplatz Upjever (Landkreis Friesland). Dort ist ein sogenanntes Schnelles Reaktionselement (SRE) zur Abwehr von Drohnen stationiert. Die Luftwaffe wurde als erste Teilstreitkraft im April 2025 mit so einer Einheit ausgestattet. Inzwischen ist die Einheit laut der Luftwaffe einsatzbereit und hat sich bereits bei Einsätzen und Übungen bewährt.








