PfadnavigationHomePolitikDeutschlandG7-Gipfel in Evian„Die ‌amerikanische militärische Überlegenheit lässt dem Iran gar keine andere Wahl“, sagt MerzStand: 22:49 UhrLesedauer: 2 Minuten„Ich bin zuversichtlich, dass das trägt“, sagte MerzQuelle: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpaAm Rande des G7-Gipfels äußert sich Bundeskanzler Merz zuversichtlich über die Friedensbemühungen in Nahost. Der Iran werde die Rahmenvereinbarung schon wegen der Überlegenheit der USA akzeptieren müssen. Er sieht das Vorgehen auch als Vorbild für den Ukraine-Krieg.Bundeskanzler Friedrich Merz hat das von den USA ausgehandelte Abkommen mit Iran als Vorbild für die Ukraine bezeichnet. „Diese Einigung eröffnet jetzt eine große Chance für die Stabilität der Region und für eine Erholung der Weltwirtschaft“, sagte Merz am Dienstagabend am Rande des G7-Gipfels im französischen Evian. Er verwies auf den gesunkenen Ölpreis und den Aufschwung an den Aktienmärkten.„Ich bin zuversichtlich, dass das trägt“, betonte er mit Blick auf die Rahmenvereinbarung. „Alles, was wir aus dem Iran hören, deutet darauf hin, dass auch der Iran das akzeptiert, weil er einfach akzeptieren muss, dass die ‌amerikanische militärische Überlegenheit ihm gar keine andere Wahl lässt“, betonte der Kanzler. „Ich habe Präsident Trump gestern Abend schon gesagt: Du siehst an diesem Beispiel, dass eine klare militärische Stärke auch in der Lage ist, diplomatische Lösungen herbeizuführen.“ Wenn dasselbe dann auch für die Ukraine gelte, „dann haben wir vielleicht sogar an zwei kritischen Stellen in der Welt die Chance, dem Frieden etwas näher zu ‌kommen“. Lesen Sie auchHintergrund ist, dass sich die USA unter Trump weitgehend aus der Unterstützung für die Ukraine zurückgezogen haben. Am Dienstag war der US-Präsident nach Angaben aus G7-Kreisen dann aber sehr viel aufgeschlossener für ein gemeinsames Vorgehen.Deutschland sei bereit, sich mit Minenräumbooten an der Sicherung einer wiedergeöffneten Straße von Hormus zu beteiligen, sagte Merz. „Aber wir haben noch ‌keine Entscheidung getroffen, weder in der Bundesregierung noch ‌im Parlament.“ Man müsse die Rechtsgrundlage klären.Lesen Sie auchMerz äußerte sich zurückhaltend zur Frage, was die Vereinbarung mit den USA für die ‌iranische Bevölkerung bedeutet. Möglicherweise sei das gegenwärtige Regime weniger repressiv gegen das ‌eigene ‌Volk. Er kritisierte aber die brutale Aggressivität der iranischen Führung bei der Niederschlagung von Protesten. rtr/doli