PfadnavigationHomePolitikDeutschlandTrendbarometerMehrheit der Bürger will Sozialkassen mit Steuergeld stützen – AfD bei Kompetenzfrage vornStand: 18:34 UhrLesedauer: 4 MinutenDie schwarz-rote Koalition sitzt an großen Reformvorhaben. Dr. Jost Lübben, Chefredakteur der „Westfalenpost“, sieht im konstruktiven Miteinander von Arbeitgebern und Gewerkschaften ein Vorbild für die Bundesregierung.Die Bürger wollen laut RTL-Trendbarometer weder höhere Kassenbeiträge noch Leistungskürzungen. Zugleich trauen sie der Regierung kaum Reformen zu. Bei der politischen Kompetenz liegt die AfD vorn.Die Bürger lehnen höhere Sozialbeiträge und Leistungskürzungen zur Stabilisierung der Sozialkassen mehrheitlich ab. 58 Prozent sprechen sich für höhere Steuerzuschüsse aus, das geht aus dem RTL/ntv-Trendbarometer hervor. Nur 17 Prozent der Befragten können sich höhere Beiträge für Versicherte vorstellen. Unter Berufstätigen liegt die Zustimmung sogar nur bei 14 Prozent.Am größten ist die Zustimmung zu höheren Beiträgen noch unter Anhängern der Grünen mit 26 Prozent. Unter Anhängern der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD sind 23 Prozent dazu bereit. Bei Anhängern der Linken stimmen 10 Prozent zu, bei Anhängern der AfD nur 7 Prozent.Eine Mehrheit der Befragten befürwortet dagegen höhere Steuerzuschüsse an die Sozialkassen. Leistungskürzungen für Versicherte stoßen ebenfalls auf geringe Zustimmung. Nur 21 Prozent der Befragten befürworten diesen Weg. Nur 26 Prozent trauen der Regierung Reformen zu Der Bundesregierung wird zugleich wenig Reformvertrauen entgegengebracht. Nur 26 Prozent der Befragten trauen ihr zu, gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften „ein gemeinsames Konzept für grundlegende Reformen zu entwickeln“. 70 Prozent glauben das nicht. Im Osten ist der Pessimismus mit 77 Prozent etwas größer als im Westen mit 69 Prozent.Lesen Sie auchUnter Anhängern von CDU und CSU erwartet mit 50 Prozent eine knappe Mehrheit einen Reformerfolg. Anhänger von SPD und Grünen rechnen dagegen mehrheitlich mit einem Scheitern, mit 62 beziehungsweise 64 Prozent. Bei Anhängern der Linken liegt diese Einschätzung bei 81 Prozent, bei AfD-Anhängern bei 89 Prozent.Lesen Sie auchAuch in der allgemeinen politischen Stimmung bleibt der Druck auf die Bundesregierung hoch. Bei der politischen Kompetenz nennen 14 Prozent die AfD als jene Partei, die mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde. CDU und CSU kommen auf 13 Prozent, die Grünen auf 7 Prozent, die Linke auf 5 Prozent. Sonstige Parteien nennen 3 Prozent. 53 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.Nur 14 Prozent mit Merz zufriedenMit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz sind unverändert nur 14 Prozent zufrieden. 85 Prozent sind unzufrieden. Unter Anhängern von CDU und CSU sind 43 Prozent mit Merz zufrieden, 55 Prozent unzufrieden. Unter SPD-Anhängern liegt das Verhältnis bei 15 zu 84 Prozent, unter Grünen-Anhängern bei 10 zu 89 Prozent.Die wirtschaftliche Stimmung hat sich verschlechtert. Nur noch 11 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren verbessern werden. 65 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.Lesen Sie auchAls wichtigstes Thema der Woche nennen 41 Prozent den Themenkomplex Bundesregierung und Koalition. 31 Prozent nennen Iran und den Krieg im Nahen Osten, 27 Prozent die allgemeine wirtschaftliche Lage, 20 Prozent den Krieg in der Ukraine. Die Fußball-WM in den USA nennen 15 Prozent. Die Rentenreform und die Situation in den USA kommen jeweils auf 10 Prozent.SonntagsfrageWäre in dieser Woche Bundestagswahl, käme die AfD auf 27 Prozent. CDU/CSU lägen bei 21 Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die SPD bei 12 Prozent, die Linke bei 11 Prozent und die FDP bei 5 Prozent. Das BSW käme auf 3 Prozent, sonstige Parteien auf 6 Prozent. Die Ergebnisse sind zur Vorwoche weitgehend unverändert, die Union gewinnt einen Punkt, die SPD verliert einen Punkt. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 26 Prozent. Damit bleibt er deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.Trendbarometer-Ergebnis:AfD: 27 Prozent (±0)CDU/CSU: 21 Prozent (-1)Grüne: 15 Prozent (±0)SPD: 12 Prozent (+1)Linke: 11 Prozent (±0)FDP: 5 Prozent (±0)BSW: 3 Prozent (±0)Sonstige: 6 Prozent (±0)Zum Vergleich die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025: AfD 20,8 Prozent, CDU/CSU 28,5 Prozent, Grüne 11,6 Prozent, SPD 16,4 Prozent, Linke 8,8 Prozent, FDP 4,3 Prozent, BSW 4,981 Prozent.Für die Fragen zu den Sozialreformen wurden zwischen dem 12. und 15. Juni 1009 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3 Prozentpunkten.Für die Sonntagsfrage und die weiteren politischen Stimmungswerte wurden zwischen dem 9. und 15. Juni 2500 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.coh