Diese Woche bricht der Sommer endlich durch. Und bei mehr als 30 Grad wird dann auch die Badesaison eröffnet. Wer gerne an den See oder ans Meer fährt, sollte sich allerdings davor über die Qualität des Wassers informieren. Gerade im EU-Vergleich gibt es dabei größere Unterschiede.Für Deutschland gibt die Europäische Umweltagentur (EEA) in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht ein positives Signal: 98 Prozent der Badegewässer erfüllen demnach die Qualitätsstandards der EU. Der Bericht erscheint einmal im Jahr. Insgesamt wurden dafür 22.289 Badegewässer in allen 27 EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz untersucht. Dabei geht es vorrangig um Fäkalbakterien, die gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Infektionen verursachen können.In Deutschland ist die Wasserqualität leicht angestiegenIn Deutschland ist die Wasserqualität im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht angestiegen. 90,9 Prozent der Badegewässer werden als „exzellent“ eingestuft. Nur drei Badestellen fallen in das Ranking „schlecht“ (0,1 Prozent) und haben die Minimalstandards damit nicht erreicht. Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz sieben und ist damit eine Stelle im Ranking aufgestiegen.Innerhalb Europas liegt der Schnitt ein wenig niedriger, mit 85 Prozent „exzellenten“ Badestellen. Vorn mit dabei sind Zypern, Griechenland, Bulgarien und Österreich, bei denen mindestens 95 Prozent der Badegewässer als „ausgezeichnet“ eingestuft wurden. In Belgien, Ungarn, Polen, Estland und Albanien sind es im Vergleich weniger als 70 Prozent.Insgesamt ist die Qualität der Badegewässer in den EU-Staaten dennoch hoch. In diesem Jahr, ebenso wie in den vergangenen Jahren, haben 96 Prozent aller Badestellen die Mindestanforderungen erreicht. Küstenregionen liegen dabei mit 97,4 Prozent leicht vor den Gewässern im Inland mit 92,5 Prozent.Die besten Küstengewässer haben Zypern, Litauen, Slowenien und Griechenland. Weiter hinten liegen Frankreich mit 1,7 Prozent „schlechten“ Küstengewässern, Estland mit 6,7 Prozent und Albanien mit 23 Prozent. Wenn es um Badegewässer im Inland geht, schneiden Österreich, Finnland und Dänemark besonders gut ab. Auf den letzten Plätzen sind hier Kroatien mit 7,1 Prozent „schlechten“ Gewässern und Spanien mit 11,7 Prozent.Aus dem Bericht geht hervor, dass die Qualität der Badegewässer in den vergangenen zehn Jahren stets gestiegen ist. Das erklärt die EEA mit einer Verbesserung von Kläranlagen sowie einer gezielteren Abwasserbehandlung. Was der Bericht nicht berücksichtigt, ist die Verunreinigung durch chemische Schadstoffe sowie der Befall mit Cyanobakterien, die auch als „Blaualgen“ bekannt sind. Bei Hautkontakt kann es dabei zu Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden sowie Magen-Darm-Erkrankungen kommen.
Badegewässerqualität: So schneidet Deutschland laut EU-Bericht ab
Wie ist die Qualität der deutschen Badegewässer? Das hat ein EU-Bericht untersucht. Er zeigt: Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland insgesamt gut ab.












