Am sechsten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft steigen auch Kylian Mbappé und seine Kollegen ins Turnier ein. Topfavorit Frankreich bestreitet in Gruppe I sein erstes Spiel. Anschließend warten drei weitere Partien zu später – und sehr früher Stunde auf die Fans in Deutschland.Die Spiele des WM-TagesFrankreich: Frankreich will Trainer Didier Deschamps mit dem dritten WM-Titel verabschieden. Der 57-Jährige tritt nach dieser WM als Nationalcoach zurück. Mit Weltfußballer Ousmane Dembélé, Bundesliga-Ass Michael Olise und Star Kylian Mbappé hat die Équipe Tricolore gerade in der Offensive eine unvergleichliche Auswahl. Die Final-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien vor vier Jahren dürfte ein starker Antrieb sein.Senegal: Schon 2002 trafen die Westafrikaner zum WM-Auftakt auf Frankreich – und besiegten den damaligen Titelverteidiger überraschend 1:0. Ob ihnen wieder so ein Coup gelingt? Die Offensive um Sadio Mané und den in der vergangenen Saison an den FC Bayern ausgeliehenen Nicolas Jackson ist stark besetzt. Dahinter wird's etwas dünner. Aber: Der aberkannte Titel beim diesjährigen Afrika Cup könnte die Senegalesen noch zusätzlich anstacheln.Irak: Das Team von Trainer Graham Arnold sicherte sich mit einem 2:1 im Play-off-Finale gegen Bolivien das letzte Ticket für das Turnier. Erstmals seit 40 Jahren ist das Land damit wieder bei einer WM dabei. Wie schon bei Iraks bislang einziger Teilnahme 1986 geht die Mannschaft als Außenseiter ins Turnier. Zu den wenigen bekannten Spielern zählen Stürmer Aymen Hussein und der frühere Braunschweiger Youssef Amyn.Norwegen: Die Skandinavier werden bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren als Geheimfavoriten gehandelt. Ob sie dieser Rolle gerecht werden? Größter Hoffnungsträger ist Stürmer Erling Haaland von Manchester City. Auch Martin Ödegaard ist beim englischen Meister FC Arsenal endgültig zu einem Topspieler gereift. Defensiv sind die Norweger allerdings nicht ganz so stark besetzt.Argentinien: Die Argentinier wollen ihren WM-Titel verteidigen – und 20 Weltmeister von 2022 gehören immer noch zum Kader. Die große Frage ist: Ist das ein Vorteil, weil diese Mannschaft erfahren und eingespielt ist? Oder ein Nachteil, weil sie nach einem WM-Titel und zwei Südamerika-Meisterschaften langsam zu alt und satt zu werden droht? Für Superstar Lionel Messi wird es die letzte Weltmeisterschaft. Er wird während des Turniers 39 Jahre alt.Algerien: Die Rollenverteilung ist klar in dieser Gruppe: Argentinien ist der Topfavorit, Österreich der vermeintlich stärkste Rivale – und Algerien ein gefährlicher Außenseiter. Mit Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen), Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) und Mohammed Amoura (VfL Wolfsburg) haben die Nordafrikaner reichlich Bundesliga-Erfahrung zu bieten. Der wohl bekannteste Name steht aber im Tor: Luca Zidane, der Sohn von Frankreichs Fußball-Ikone Zinédine Zidane.Österreich: Die Österreicher sind erstmals seit 1998 in Frankreich wieder bei einer WM dabei. Wenige Tage vor dem Auftakt gegen Jordanien gab der Verband die Vertragsverlängerung mit Teamchef Ralf Rangnick bekannt. Das soll zusätzlichen Schwung geben. Zahlreiche Bundesliga-Profis prägen die Mannschaft.Jordanien: Jordanien ist gegen Österreich und auch in den weiteren Gruppenspielen gegen Titelverteidiger Argentinien und Algerien Außenseiter. Komplett unterschätzen darf man die Fußballer aus dem Königreich aber nicht. Immerhin schaffte es Jordanien 2024 bei der Asienmeisterschaft bis ins Finale. Trainiert wird die Mannschaft vom Marokkaner Jamal Sellami.