PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVorwurf der KörperverletzungPolizeiskandal in Niedersachsen – Fünf Beamte vom Dienst suspendiertStand: 06:47 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Schriftzug steht an der Polizeidirektion HannoverQuelle: Julian Stratenschulte/dpaWegen dienst- und strafrechtlicher Ermittlungen hat die Polizeidirektion Hannover fünf Beamte vorläufig suspendiert, gegen zwei weitere laufen Disziplinarverfahren. Die Behörden sprechen von einem beschädigten Vertrauen.Wegen dienstrechtlicher Ermittlungen sind fünf Beamte der Polizeidirektion Hannover vorläufig des Dienstes enthoben worden. Betroffen seien vier Polizeivollzugsbeamte und eine Polizeivollzugsbeamtin, teilte die Polizeidirektion mit.Gegen zwei weitere Polizeibeamte seien wegen verschiedener dienstrechtlicher Verstöße ebenfalls Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Sie seien in andere Dienstbereiche der Polizeidirektion umgesetzt worden.Im Zuge der Ermittlungen seien auch strafrechtliche Verstöße festgestellt worden. Gegen die betroffenen Personen seien entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Nähere Angaben zu den konkreten Tatvorwürfen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen und rechtlichen Gründen nicht. Die Disziplinarverfahren seien zum Teil bis zum Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen ausgesetzt worden.Eine Polizeisprecherin teilte gegenüber „Bild“ mit: „Es handelt sich um Vorwürfe der Körperverletzung und der Strafvereitelung im Amt.“ Zudem werde ihnen vorgeworfen, gegen Dienstpflichten verstoßen zu haben.Lesen Sie auch„Die Vorwürfe treffen uns als Polizeibehörde und beschädigen das Vertrauen, das die Menschen zu Recht in uns setzen“, sagte Hannovers Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies laut der Polizeipräsidentin nicht nur ein möglicher Verstoß gegen geltendes Recht, sondern auch gegen die Werte und Maßstäbe der Polizei.Bis zum Abschluss der Ermittlungen gelte die UnschuldsvermutungDie Behörde werde notwendige rechtliche und disziplinarrechtliche Konsequenzen ziehen. Zugleich gelte bis zum Abschluss der Ermittlungen die Unschuldsvermutung.Lesen Sie auchDie Polizeidirektion Hannover arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den zuständigen Ermittlungsbehörden zusammen. Über wesentliche Entwicklungen wolle die Behörde informieren, soweit dies rechtlich zulässig sei.Erst kürzlich war bei der Polizei Mönchengladbach nach Bekanntwerden „schwerwiegender Vorwürfe“ drei Führungskräften einer Dienstgruppe vorläufig untersagt worden, die Dienstgeschäfte fortzuführen. „Der Sachverhalt umfasst nach derzeitigem Stand Vorwürfe wegen grenzüberschreitenden Führungs- und Umgangsverhaltens, Mobbing, sexualisierter Sprache und Fehlverhaltens, gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten“, teilte die Polizei mit.dpa/nw