Mecklenburg-Vorpommern ist schon lange nicht mehr nur ein beliebtes Touristenland. Hinter den Postkartenmotiven wächst seit Jahren eine Branche, die mit enormer Dynamik zum wirtschaftlichen Schwergewicht des Landes geworden ist. Die Rede ist von der Gesundheitswirtschaft.
Rund 150.000 Menschen arbeiten inzwischen in diesem Bereich. Damit verdient etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern sein Geld mit Medizin, Pflege, Medizintechnik oder digitalen Gesundheitsdiensten. Aber auch andere Kennzahlen können sich sehen lassen und zeigen, wie groß die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges im Nordosten geworden ist.
Nach aktuellen Berechnungen erzielte die Branche zuletzt eine Bruttowertschöpfung von rund 8 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als 14 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns. Im Jahr 2021 waren es noch 6,5 Milliarden Euro. Die Branche wächst schneller als viele klassische Industriezweige. Somit ist die Gesundheitswirtschaft nicht mehr nur ein Nebenschauplatz, sie ist ein wichtiger Arbeitgeber und eine der tragenden Säulen des Landes.
So formulierte es auch Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) vor wenigen Tagen auf der 21. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock, auf der sich das Bundesland inzwischen selbstbewusst zeigt. Mecklenburg-Vorpommern wolle nicht nur mit schöner Landschaft punkten, sondern mit Hightech im Gesundheitssektor, hieß es aus Regierungskreisen. Blank sprach von einem „zentralen Wachstumsmotor“.









