Die Debatte um die DDR-Revue „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“ zeigt, wie umkämpft die Erinnerung an den DDR-Alltag bis heute ist. Im Interview spricht Frank Schöbel über Ostalgie-Vorwürfe und den Blick des Westens auf die DDR und erklärt, warum er sich seine positiven Erinnerungen nicht nehmen lassen will.

Herr Schöbel, noch bevor Axel Ranischs DDR-Revue „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“ an der Komischen Oper Premiere feierte, hatte ihm die Bild-Zeitung schon eine „Verniedlichung der DDR“ unterstellt. Finden Sie das legitim?Das ist doch typisch Bild. Die wissen schon alles ganz genau, bevor es losgeht. Ich habe das Stück auch nicht gesehen, war eingeladen, konnte zeitlich nicht.

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Zur Person

Er war der erfolgreichste Musiker der DDR: Schlagersänger Frank Schöbel. Der Musikfilm „Heißer Sommer“ (1968) ist Legende. Und sein Hit „Wie ein Stern“ machte ihn 1971 auch in der BRD berühmt. 1974 sang Frank Schöbel bei der Eröffnung der Fußball-WM in Frankfurt am Main vor 600 Millionen Fernsehzuschauern. Die bestverkaufte Platte in der DDR erschien 1985: Schöbels „Weihnachten in Familie“. Frank Schöbel lebt seit 1998 in Berlin-Mahlsdorf.