Im Bundesverkehrsministerium war man in der vergangenen Woche gar nicht glücklich. Die Haushaltsgespräche mit dem Finanzministerium verlaufen zäh, das Haus von Patrick Schnieder (CDU) schafft es wohl nicht, so viel Geld für die Schiene zu beschaffen, wie nötig wäre – und dann spricht die Chefin der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, genau das auch noch aus. Wer denke, dass es helfe, über die Presse mehr Geld zu fordern, der liege falsch, grummelte Staatssekretär Ulrich Lange (CSU) bei einer Befragung im Haushaltsausschuss. Auch der Minister selbst wurde deutlich. Die von Palla geforderten 13 Milliarden Euro allein für das Bestandsnetz lehne er ab – und überhaupt bezweifele er, dass 80 Prozent aller Verspätungen auf die Infrastruktur zurückzuführen seien, so Schnieder.
Deutsche Bahn: Verkehrsministerium sieht weitere Milliardenlücke bei der Bahn
90 Schienen-Projekten droht der Stillstand, weil der Bund das Geld nicht auftreiben kann – trotz Sondervermögens. Welche Strecken das betrifft – und warum die Auswirkungen so schwer wiegen.









