PfadnavigationHomePanoramaRivalisierende GroßfamilienSchuss auf Polizisten in Göttingen – Tatverdächtiger ist 16 Jahre altStand: 13:52 UhrLesedauer: 2 MinutenBei einem Polizeieinsatz in Göttingen wurde ein Beamter durch Schüsse schwer verletzt. Der Täter ist flüchtig, die Polizei fahndet und rät, das Gebiet zu meiden.Der Schuss auf einen Polizisten in Göttingen kam offenbar von einem 16-Jährigen. Er wird derzeit mit Haftbefehl gesucht. Der Schuss fiel bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien.Nach dem Schuss auf einen Polizisten bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien im niedersächsischen Göttingen hat die Polizei einen 16 Jahre alten Tatverdächtigen im Visier. Nach dem Jugendlichen werde wegen versuchten Totschlags mit einem europäischen Haftbefehl gesucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob sich der Tatverdächtige in Deutschland oder inzwischen im Ausland aufhalte, sei unbekannt.Der Polizist war am Samstagabend gegen 22.15 Uhr in der Göttinger Innenstadt durch einen Schuss schwer verletzt worden. Er befinde sich auf der Intensivstation, sagte der Sprecher. Es bestehe keine Lebensgefahr. Der Beamte war während der Auseinandersetzung der Großfamilien mit Kollegen im Einsatz. Der mutmaßliche Schütze floh vom Tatort. Ob der Jugendliche bereits früher polizeilich in Erscheinung trat, war laut dem Sprecher unklar.Lesen Sie auchDie Situation eskalierte am Samstagabend gegen 22.15 Uhr in der Nähe einer Tankstelle. Auf einem Video ist zu sehen, wie Menschen hinter einer Mauer Schutz suchen. Ein Polizist duckt sich hinter einem Streifenwagen, jemand schreit laut: „Alle auf den Boden. Auf den Boden.“ Schüsse sind zu hören.Unklar, worum es bei der Auseinandersetzung gingWorum es bei dem Konflikt ging und warum die Situation so eskalierte, war weiter unbekannt. Wie viele Schüsse insgesamt abgegeben wurden, gab der Sprecher nicht an. Zum Zeitpunkt der Tat feierten Tausende Menschen in der Innenstadt die „Nacht der Kulturen“. Die Hintergründe des Streits werden derzeit noch ermittelt, ebenso wie die genaue Zusammensetzung und Herkunft der Gruppenmitglieder.Lesen Sie auchZahlreiche Einsatzkräfte suchten noch in der Nacht nach dem Schützen. Auch ein Hubschrauber kreiste zwischenzeitlich über der Stadt. Noch am selben Abend seien drei Objekte in Göttingen und in Gieboldehausen durchsucht worden. Es seien dabei 40 Handys zum Auswerten sichergestellt worden. Die Tatwaffe sei nicht gefunden worden, sagte der Sprecher.dpa/coh