PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLandtagswahlSPD fällt in Berlin auf fünften Platz zurück – Frust über Schwarz-Rot erreicht neuen HöchstwertStand: 13:00 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Spielräume werden enger, die Versprechen bleiben. Schwarz-Rot steht bei den angekündigten Reformen unter Druck. „Wir brauchen in diesem Land mehr Zuversicht und Optimismus. Die Menschen erwarten, dass jetzt gehandelt wird“, sagt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner bei „WELT – Die Stimme am Morgen“.Im September wird in Berlin gewählt. Zwar kommt die CDU auf 22 Prozent, doch weil die SPD zurückfällt, ist eine erneute schwarz-rote Koalition aktuell unwahrscheinlich.Die CDU liegt rund drei Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus einer Umfrage zufolge weiter vorn. Die Partei von Regierungschef Kai Wegner kommt in einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Berliner „Tagesspiegels“ auf 22 Prozent. Dahinter folgen mit 18 Prozent die AfD, mit 17 die Grünen und mit 15 die Linke. Die SPD landet in der Umfrage mit 14 Prozent auf dem fünften Rang.Alle anderen Parteien werden es der Umfrage zufolge nicht in das Abgeordnetenhaus schaffen: Die FDP (4 Prozent) liegt demnach ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde wie das BSW (3 Prozent). Sonstige Parteien vereinen den Angaben zufolge zusammen 7 Prozent auf sich.Die Umfragewerte im Überblick: CDU: 22 Prozent (+2)AfD: 18 Prozent (+1)Grüne: 17 Prozent (+1)Linke: 15 Prozent (-1)SPD: 14 Prozent (-2)FDP: 4 Prozent (=)BSW: 3 Prozent (=)Sonstige: 7 Prozent (-1)Trotz des Umfragevorsprungs für die CDU sind demgegenüber 76 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU). Nie wurde ein Amtsinhaber in der Hauptstadt schlechter bewertet. Lediglich elf Prozent äußerten sich positiv über seine Arbeit. Noch schlechter fällt die Bewertung von Schwarz-Rot aus. Mit ihr sind 84 Prozent eher oder sehr unzufrieden – auch das ein neuer Negativrekord. Zufrieden sind dagegen gerade einmal 14 Prozent der Befragten.Koalition hätte keine Mehrheit mehrNach diesen Zahlen hätte das seit 2023 in Berlin regierende Bündnis aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU, SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken. Lesen Sie auchBei anderen Meinungsforschungsinstituten schneiden die Sozialdemokraten ähnlich ab. In einer Insa-Umfrage von Mitte Mai kam die SPD auf 16 Prozent, bei Infratest Dimap Ende April sogar nur auf 14 Prozent. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist für den 20. September geplant.Lesen Sie auchGerade hatte die Berliner CDU Wegner als ihren Spitzenkandidaten nominiert. Auf einem Landesparteitag in Berlin-Neukölln stimmte eine breite Mehrheit der Delegierten für den CDU-Landesvorsitzenden und Regierenden Bürgermeister. Für die SPD tritt der Landesvorsitzende Steffen Krach an, für die Linke die stellvertretende Fraktionschefin Elif Eralp, für die AfD die Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker. Grünen-Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters ist Fraktionschef Werner Graf.Für die Civey-Umfrage wurden 3000 Berliner zwischen dem 28. Mai und 11. Juni befragt. Der statistische Fehler wird mit 3,4 Prozent angegeben.Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.dpa/coh