Berlin ist dreckig. Berlin ist hässlich. Berlin ist arm. Das sind nicht nur gängige Klischees, sie stimmen auch. Doch es gibt nicht wenige, die hoch hinauswollen – und es schon geschafft haben. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA, die am Sonntag ihre Tore schloss, konnte man sich einen Eindruck davon machen.Berlin, über dessen Hässlichkeit so oft geredet wird, ist unter seiner Oberfläche ein Biotop für Forschung und Entwicklung und für Neugründungen. Zwar zogen Düsenjäger und Raketen bei der ILA einen großen Teil der Aufmerksamkeit auf sich. Doch in den Messehallen „Space“, „Aviation“ und „Supplier“, die nicht der „Defence“ gewidmet waren, präsentierten sich sozusagen die Unauffälligen: Firmen, deren Namen oft nur Insider kennen, die aber oft den Mittelstand bilden und dieses Land am Laufen halten.In Berlin scheint das Satelliten-Geschäft das Normalste der Welt zu sein. In der Max-Planck-Straße in Adlershof zum Beispiel gibt es die 2010 gegründete Firma Berlin Space Technologies (BST). Sie ist eine Ausgründung aus der Technischen Universität (TU) Berlin. Inzwischen gilt BST als Deutschlands führender Hersteller für Satelliten in der Gewichtsklasse von 50 bis 500 Kilogramm. Nach eigener Darstellung hat BST nicht nur Satelliten gebaut, sondern ist mit eigenen Systemen an Hunderten Missionen beteiligt, etwa für die Erdbeobachtung.
Von Adlershof zum Saturnmond: Aus Berlin kommen Weltraumtechnik und jede Menge Satelliten
Ob Hochleistungslaser, Minisatelliten oder Messtechnik: Die Hauptstadt ist ein Zentrum der New-Space-Start-ups – auch wenn man es ihr nicht ansieht.










