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Iran: Sind diese Signale Zeichen für eine bevorstehende Hormus-Öffnung oder einen Hackerangriff? Kurzzeitig wurde am Wochenende ein System von US-Navigationsbojen online geschaltet. Sie könnten dazu dienen, den enormen Verkehr in der Meerenge zu bewältigen, oder nur Folge eines Hackerangriffs sein.
Thomas Stölzel 14.06.2026 - 16:37 Uhr aktualisiert Eine Satellitenaufnahme der Straße von Hormus. Seit Monaten können kaum Schiffe passieren. Foto: IMAGO/ZUMA Press WireIn der Straße von Hormus gab es in den vergangenen Stunden Bewegungen, die auf eine bevorstehende Öffnung der für die Weltwirtschaft so wichtigen Meerenge hindeuten könnten.So ging am späten Samstagabend Ortszeit ein System aus mindestens 19 Navigationsbojen für kurze Zeit online und sendete Positionsdaten aus. Das zeigten Informationen des Seefahrtsdatendienstes Kpler.Diese Bojen sind als US-amerikanisch gekennzeichnet und befinden sich vor allem im omanischen Teil der Meerenge. Sie sind präzise geometrisch angeordnet, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um ihre reale Position handelt, sondern um eine künstlich verfälschte. In den vergangenen Monaten waren in der Region immer wieder Schiffe mit falschen Positionsdaten aufgefallen – oft durch äußere oder interne Manipulation der empfangenen Satellitennavigationssignale.Stau im Persischen Golf: Hunderte Schiffe wartenSolche Bojen könnten in den nächsten Tagen und Wochen dabei helfen, den enormen Verkehr in der Meerenge zu kanalisieren. So stauen sich seit der Schließung der Verbindung Ende Februar zwischen 1600 und 2000 Schiffe im Persischen Golf sowie im Golf von Oman, darunter Hunderte voll beladene Öl-, Ölprodukte- und Gastanker.Hinzu kommt, dass viele Öllager weltweit aufgrund der seit Februar andauernden Blockade leer sind. Auch das dürfte zu einem erhöhten Schiffsaufkommen führen. In Friedenszeiten passierten 120 bis 150 Schiffe pro Tag die Meerenge.Die meisten diese Bojen sind als US-amerikanisch markiert, einige wenige als iranisch. Die symmetrisch angeordneten sind Samstag neu in der Straße von Hormus aufgetaucht. Foto: KplerEinige der in der Straße von Hormus in den vergangenen Stunden angezeigten Bojen tragen aber den Namen „Handala“ plus einen Zusatz, was wiederum auf eine gleichnamige der iranischen Regierung nahestehende Hackergruppe hindeuten könnte. Die hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder damit gebrüstet, in US-Infrastruktur eingedrungen zu sein.Dafür spricht aktuell auch, dass bei einigen in der Region am Sonntag angezeigten Schiffen andere Daten manipuliert wurden. So erscheint statt des Zielhafens der Hinweis „Piraten an Bord“ oder „unter Feuer“. Das verschärft die ohnehin unübersichtliche Lage in der Meerenge noch.So oder so, dürfte der Trump-Regierung daran gelegen sein, den Rückstau so schnell wie möglich aufzulösen. Das schließlich würde auch in den USA den Inflationsdruck abmildern, der die Stimmung bei den Anhängern des Präsidenten belastet.Wie schnell das alles passieren kann, hängt jedoch auch davon ab, ob das Regime in Teheran in dem Friedensabkommen von seinem Plan Abstand nimmt, dauerhaft eine Maut für die Hormus-Durchfahrt zu erheben. Vor wenigen Wochen hatte das Land dafür eigens eine Behörde eingerichtet.Trump und Pakistan signalisieren Einigung mit IranZuletzt waren auch aus Teheran optimistische Töne zu hören: Man sei noch nie so nah an einer Einigung gewesen, sagte etwa Außenamtssprecher Esmail Baghai am Samstag laut dem Staatssender Irib. Mit Blick auf die erhoffte Unterzeichnung sagte er demnach weiter: „Den genauen Zeitpunkt sollte man lieber abwarten, denn aufgrund der Unbeständigkeit der Gegenseite ist Vorsicht geboten.“Der Shehbaz Sharif des Vermittlers Pakistan, Shehbaz Sharif, schrieb im sozialen Netzwerk X: „Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor.“ Man sei „zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird“.Laut US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarung am heutigen Sonntag signiert werden. Die Straße von Hormus werde „offen für alle“ sein, schrieb er auf Truth Social. Die Führung in Teheran äußerte zwischenzeitlich Zweifel an diesem Zeitplan. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick Anzeige Gutscheine Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen Anzeige Weiterbildung Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick












