PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaftEndlich wieder gefährliche Standards – ein Däne macht es möglichStand: 21:39 UhrLesedauer: 2 MinutenNico Schlotterbeck köpft Deutschland nach einer Ecke in FührungQuelle: Federico Gambarini/dpaDeutschland gewinnt problemlos gegen Curaçao. Im WM-Auftaktspiel fallen vor allem die gefährlichen Eckbälle auf. Sie könnten noch ein entscheidender Faktor werden. Der Mann hinter den Standards ist ein Däne.Er kam von hinten angelaufen, stieg hoch, erwischte den Ball mit dem Kopf und traf zum zwischenzeitlichen 2:1. Perfektes Timing, perfekter Laufweg – und ein Jubel obendrauf, mit dem Nico Schlotterbeck, der seinen gestählten Bizeps zur Schau stellte, nach seinem ersten Länderspieltor Stärke dokumentierte.Ein wichtiger Treffer, der nach einer Ecke fiel, die von Nathaniel Brown getreten wurde – und einmal mehr zeigte, wie wichtig Standards geworden sind, insbesondere dann, wenn es aus dem Spiel heraus mal schwierig ist, einen Treffer zu erzielen. Schlotterbecks Tor war das erste deutsche Tor nach einer Ecke bei einer WM seit dem Turnier in Brasilien 2014. Thomas Müller erzielte es beim epischen 7:1 gegen die Gastgeber. Mit demselben Ergebnis gewann Deutschland das Auftaktspiel gegen Curaçao. Hansi Flick, damals noch Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw, hatte die Wichtigkeit von Standards für sich entdeckt und Löw angehalten, diese mehr zu trainieren, also Ecken und Freistöße. Am Ende erzielte Deutschland sechs von insgesamt 18 WM-Toren nach Standards.Standards als wichtiger TrainingsinhaltAls Flick 2021 nach Löws Rücktritt Bundestrainer wurde und die Verantwortung übernahm, übergab er das Thema Standards einem eigens dafür von ihm engagierten Trainer: Mads Buttgereit. Seine Mutter ist Dänin, sein Vater Deutscher. Er wuchs sowohl in Esbjerg als auch in Flensburg auf. Bevor er zum DFB kam, hatte er für das dänische Nationalteam gearbeitet.Anfangs lief es nicht so gut für Buttgereit. Bei der WM 2022 und der EM 2024 erzielte die deutsche Mannschaft zwar drei Tore nach ruhenden Bällen, aber sie fielen jeweils durch einen Elfmeter. Nun gelang bereits im ersten WM-Spiel nach einer einstudierten Ecke ein Treffer. Bevor Schlotterbeck traf, hatte er zwei Fehlversuche. Im dritten Anlauf klappte es schließlich. Zudem gab es nach weiteren Ecken und Feistößen viel Gefahr vor des Gegners Tor.Wie wichtig das Standard-Thema ist, hatte sich im Vorfeld der Partie gegen Curaçao gezeigt. Zu einer Trainingseinheit brachte Buttgereit extra eine Tafel mit, auf der drei Eckenvarianten zu sehen waren. Er ließ mehrmals Ecken trainieren: das Verhalten bei eigenen Ecken, aber auch das Verteidigen von Ecken des Gegners.
Nationalmannschaft: Endlich wieder gefährliche Standards – ein Däne macht es möglich - WELT
Deutschland gewinnt problemlos gegen Curaçao. Im WM-Auftaktspiel fallen vor allem die gefährlichen Eckbälle auf. Sie könnten noch ein entscheidender Faktor werden. Der Mann hinter den Standards ist ein Däne.
Buttgereit, neuer Eckball-Spezialist, erzielt sofort Erfolg: Schlotterbeck köpft nach trainierter Ecke zum 7:1 gegen Curaçao – erstes deutsches WM-Eckbalitor seit 2014. Standards rücken zur Kernstrategie; Flick optimiert eine 2014 untergenutzte Ressource, die damals ein Drittel der Tore brachte, jetzt taktisch.













