Kilometerlange Staus auf der Landstraße zum Flughafen Laage, Menschenmassen, die mit der Bahn in Kronskamp ankommen und von dort mit Busshuttles zum Fliegerhorst gebracht werden, lange Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen. Auf dem Militärflugplatz wimmelt es an diesem 6. Juni nur so von Menschen. Zum Tag der Bundeswehr haben zehn Standorte in Deutschland ihre Türen für Besucher geöffnet, der Fliegerhorst Laage war der einzige Luftwaffenstandort.

Am Ende nutzten 67.000 Besucher die seltene Gelegenheit, diesen sonst streng abgeschirmten militärischen Teil des Flughafens bei Rostock zu sehen. „Soweit ich weiß, gab es hier am Standort 2014 zum letzten Mal einen Tag der offenen Tür“, sagt der Hauptmann von der Presseabteilung.

Standort für Ausbildung von Eurofighter-Piloten

Sogar Bundeskanzler Friedrich Merz landet mit seiner Regierungsmaschine auf dem Flughafen Laage. Zuvor wurde das Flugzeug demonstrativ von zwei Eurofightern „abgefangen“ und zur Landebahn begleitet. Friedrich Merz spricht danach mit Soldaten und Besuchern, aber vor allem will er nach Linstow, wo die CDU Mecklenburg-Vorpommerns ihren Parteitag abhält. Er will hier Mut machen für die Landtagswahl im September.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ ist einer von vier Eurofighter-Standorten der deutschen Luftwaffe. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der Eurofighter-Piloten. Auch Piloten des österreichischen Bundesheeres werden hier auf dem Kampfflugzeug ausgebildet. Damit ist Laage die Schule für eines der wichtigsten Waffensysteme der Bundeswehr. Wer später in Neuburg, Nörvenich, Wittmund oder Laage Eurofighter fliegt, hat seine Ausbildung in MV durchlaufen.