Der politische Wille, die Sprengung der Nord Stream Pipelines auch nur ansatzweise aufzuklären, ist in Deutschland nicht besonders ausgeprägt. Das bestätigen auch Journalisten, die sich mit dem Fall beschäftigt haben, wie etwa der Investigativ-Reporter Holger Stark vor einiger Zeit im NDR-Magazin „Zapp“. Nun liegt eine Dokumentation vor, in der die Autoren gewissermaßen die Synthese aus den bisher herumschwirrenden Thesen versuchen.
In „Nordstream – die Sprengung“ gehen Moritz Enders und Gunther Merz in einer 121 Minuten dauernden Dokumentation der Frage nach, wie es zu dem Anschlag gekommen sein könnte. Sie sprechen ohne ideologische Vorbehalte mit Experten, die in klassischen Medien kaum zu Wort kommen. Dazu zählen der frühere CIA-Analyst Ray McGovern, der Blogger Dirk Pohlmann, Theodore Postol vom MIT Institute, der Investigativ-Autor Werner Rügemer, Ola Tunander, Jonas Tögel, der Ingenieur Erik Andersson, der Geopolitik-Experte Demostenes Floros, der Unternehmer Axel Turck und Harald Kujat.
Im Film werden neue Quellen erschlossen, sagt Moritz Enders dieser Zeitung: „Der Film stützt sich weitgehend auf die Vorort-Recherchen des schwedischen Ingenieurs Erik Andersson und die OSINT-Recherchen des Deutschen Michael Kobs.“ Professor Theodore Postol sei einem internationalen Publikum zwar bekannt, „aber in unserem Film äußert er sich explizit zu der technischen Plausibilität der Seymour Hersh-These“.







