Teure Rennräder: Der niederländische Fahrradkonzern baut Cannondale-Bikes künftig nicht mehr in den Niederlanden
Gut zwei Monate im Amt, setzt der neue CEO des niederländischen Mobilitätskonzerns Pon Holdings, Christian Dahlheim (58), bereits erste Akzente: Die Fahrradsparte Pon.Bike unter deren Dach so namhafte Marken wie Gazelle, Cervélo, Cannondale oder Focus firmieren, wird ihre Fabrik im niederländischen Almelo stilllegen.
In Almelo werden ausschließlich Fahrräder der Premium-Marke Cannondale montiert. Die Fabrik soll spätestens Ende 2027 ihren Betrieb einstellen, 120 Beschäftige sind davon betroffen. Die Montage soll den Plänen zufolge ins deutsche Emstek und das noch vergleichsweise neue Werk im litauischen Kėdainiai verlagert werden.Pon.Bike hatte im vergangenen Jahr eine neue Mehrmarkenstrategie eingeführt und strukturiert seitdem die Fahrradsparte um. Die niederländische Fabrik erfüllt demnach offenbar nicht mehr die Anforderungen, die der Konzern an ein flexibles Produktionsnetzwerk stellt.
Zugleich passt der Fahrradkonzern mit diesem Schritt seine Kapazitäten an eine sinkende Nachfrage an, um „im hart umkämpften internationalen Fahrradmarkt weiterhin effizient“ agieren zu können.Vor diesem Hintergrund hatte Pon bereits Ende 2025 die Produktion von Fahrrädern der Marken Santa Cruz und Cervélo in Mainz auslaufen lassen. Dabei hatten die Niederländer im Zuge des Corona-Booms noch große Pläne für den Mainzer Standort geschmiedet.










