Die US-Regierung hat Anthropic dazu angewiesen, den Zugang zu seinen leistungsstärksten Modellen Fable 5 und Mythos 5 weltweit abzuschalten. Wie Techcrunch berichtet, begründet die Regierung diesen Schritt mit Sicherheitsbedenken – die Anthropic zuvor selbst geschürt hatte. Das Unternehmen gab in einem Post auf X bekannt, der Regierungsanweisung nachgekommen zu sein. Gleichzeitig machte es allerdings deutlich, dass es die Entscheidung für falsch hält.Anzeige

Ist Fable 5 zu gefährlich für die Öffentlichkeit?

Anthropic hat Claude Mythos Anfang April vorgestellt – und dabei vor der Leistungsfähigkeit des KI-Modells gewarnt. Der Grund: Laut Unternehmensangaben sei es in der Lage, Sicherheitslücken mit außergewöhnlicher Präzision aufzudecken. In Tests soll es Schwachstellen in jedem getesteten Betriebssystem und Browser gefunden haben. Anstatt es für alle Nutzer:innen zu veröffentlichen, startete Anthropic deshalb das kontrollierte „Project Glasswing” und stellte das Modell nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung, um ihre Cybersicherheit zu optimieren, darunter Amazon, Apple, Google, und Microsoft.

Das erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Modell Fable 5 ist Anthropics Antwort auf den kommerziellen Druck. Dabei handelt es sich um eine Mythos-Version, die mit mehr Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet ist und die Antworten in risikoreichen Bereichen wie Cybersicherheit und Biologie blockiert. Parallel dazu stellte Anthropic bisherigen Mythos-Nutzer:innen eine neue Version namens Claude Mythos 5 bereit, die weitgehend identisch mit Fable 5 ist, aber weniger Sicherheitseinschränkungen mitbringt. Jetzt sind beide neuen Modelle weltweit gesperrt.Anzeige