PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaftDFB‑Team schwitzt in North Carolina – Vorbereitung unter ExtrembedingungenStand: 22:30 UhrLesedauer: 3 MinutenVor dem deutschen WM-Auftaktspiel gegen Curaçao witzelt Ex-Trainer Jürgen Klopp in Richtung Trainer Nagelsmann und heizt damit die Gerüchteküche mächtig an. „Es ist erst Juni, du bist schon im September“, sagt Ex-Nationalspieler Thomas Müller.Die deutschen Nationalspieler kommen bei der Vorbereitung auf ihr erstes WM-Spiel ordentlich ins Schwitzen. Eine Hitzewelle sorgt in Winston-Salem für außergewöhnliche Umstände – Trainer und Spieler wissen sich zu helfen.Für die Spieler standen ein paar Schirme zum Unterstellen auf dem Platz bereit. Auch auf der Tribüne hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einige aufgestellt, damit diese den anwesenden Medienvertretern Schatten spenden. Auch am Freitag war es wieder heiß in Winston-Salem. Die Hitzewelle in North Carolina hält an.Beim Training durften sich die deutschen Nationalspieler darauf freuen, dass das erste WM-Spiel gegen Curaçao in Houston (19 Uhr, ARD, MagentaTV und Liveticker WELT) immerhin in einem klimatisierten Stadion ausgetragen wird. Im prallen Sonnenschein waren am Tag vor der Reise nach Texas am Vormittag Ortszeit erneut alle 27 Spieler auf dem Gelände der Wake Forest University in North Carolina im Einsatz. Lesen Sie auchThermometer zeigten deutlich über 90 Grad Fahrenheit, umgerechnet mehr als 30 Grad Celsius. Am Vortag waren es am Nachmittag 99 Grad Fahrenheit, knapp 37 Grad Celsius. Die vier Torhüter um Manuel Neuer trugen am Freitag dennoch wie gewohnt lange Trainingshosen – und natürlich Handschuhe. Bundestrainer Julian Nagelsmann suchte einmal Kühlung an einem Wassersprenger. Bei den Trinkpausen sorgte am Spielfeldrand auch ein Ventilator mit Verdunstungskälte für ein wenig Erfrischung. Der DFB hat vorgesorgt: Für die Spieler gibt es zudem spezielle Kühlwesten und Kühlschuhe.Dach zu in Houston – Anpfiff um 12 Uhr mittagsDas erste deutsche WM-Spiel am Sonntag wird mittags angepfiffen, wenn für Houston auch über 30 Grad vorhergesagt sind. Aber die Partie wird unter dem geschlossenen Hallendach des über 60.000 Zuschauer fassenden NRG Stadiums ausgetragen. „Ich bin froh, dass das Stadion geschlossen ist. Dann ist es nicht so heiß wie beim Training“, sagte Deniz Undav. Der 29 Jahre alte Stuttgarter Stürmer meidet im Teamcamp möglichst die Hitze draußen. „Ich gehe nicht so viel raus, ich bin oft in Räumen.“ Er trage im Freien sogar eine Jacke, „damit ich keinen Sonnenstich bekomme“. Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.Lesen Sie auchDie klimatischen Bedingungen sind seit Tagen ein Gesprächsthema. „Natürlich ist es extrem heiß, aber das wussten wir auch schon vorher“, sagte Bayern-Profi Jonathan Tah. Der 30-Jährige will aber nicht klagen: „Das kann für uns eine Extra-Challenge im Turnier sein. Am schlechtesten geht man aber damit um, wenn man sich darüber beschwert“, sagte der Abwehrspieler. „Man sollte das annehmen. Wir haben alles, was wir brauchen, um das so gut wie möglich auszugleichen. Es wird wichtig sein, das auszublenden und sich aufs Wesentliche zu fokussieren. Dann wird es auch nicht wichtig sein, wie heiß es ist, ob es jetzt 25 oder 35 Grad sind“, betonte Tah.Lesen Sie auchIn ihrer Hotelanlage steht den Spielern, Trainern und Betreuern ein großer Pool zum Abkühlen zur Verfügung. Am Donnerstag – die Spieler hatten tagsüber frei – war der Pool stark frequentiert. Dies zeigen Bilder und Videos im Netz. Julien Wolff und Lars Gartenschläger sind Redakteure im Sportkompetenzcenter. Sie berichten für WELT seit vielen Jahren über die Nationalmannschaft. Seit Dienstagabend sind sie für die Redaktion in den USA und schreiben von dort aus über die WM-Vorbereitung der deutschen Auswahl.