Bei der offiziellen WM-Eröffnungsfeier in Kanada sind tausende Plätze im Stadion von Toronto leer geblieben. 90 Minuten vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels des Co-Gastgebers gegen Bosnien-Herzegowina befanden sich etliche Fans noch auf dem Weg zur Spielstätte.Wer nicht rechtzeitig da war, verpasste eine schwungvolle Zeremonie, die die Vielfalt Kanadas – sowohl der Einwohner als auch der Natur – zum Ausdruck brachte und einige musikalische Highlights bot. So traten unter anderem die bekannte Popsängerin Alessia Cara und der Rapper Vegedream auf. Besonders bejubelt wurde später der Auftritt des fünffachen Grammy-Preisträgers Michael Bublé, ehe Rockstar Alanis Morissette mit der Intonierung der kanadischen Nationalhymne für einen Gänsehaut-Moment sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Arena dann auch weitgehend gefüllt. (dpa)Florian ErbeMit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung hat der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Brasilien unfreiwillig einen Internet-Hit gelandet.Auslöser war die Erklärung einer Roten Karte gegen Südafrikas Themba Zwane wegen einer angeblichen Tätlichkeit nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten. Dabei sorgten sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung der Ansage für zahlreiche Reaktionen.Sampaio sagte sinngemäß, Angreifer Nummer 11 habe ein schweres Foul begangen und den Verteidiger im Gesicht getroffen; deshalb gebe es direkten Freistoß und Rot. Im Original sagte er: „After review, attacker number 11 commit serious foul play, and arm direct the face the defender. Decision: direct free kick, red card.“Manche Nutzer fühlten sich an den früheren Trainer Joel Santana erinnert, der wegen seiner markanten englischen Aussprache in Brasilien Kultstatus erlangte. Andere zogen Parallelen zu einem viel beachteten englischsprachigen Auftritt des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2025. Besonders häufig geteilt wurden zudem Bilder südafrikanischer Spieler, die während der Durchsage sichtbar irritiert wirkten.Die Verständigungsprobleme seien laut dem vom Nachrichtenportal „G1“ zitierten Linguistikforscher Glauco Souza von der Katholischen Universität von São Paulo auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Neben der Aussprache des Buchstabens „R“ in Wörtern wie „review“, „attacker“ und „number“ habe auch die Stadionakustik mit hörbarem Echo eine Rolle gespielt. (dpa)Florian ErbeSchottlands Fußball-Nationalteam kann beim WM-Auftakt gegen Haiti auf Scott McTominay zählen. Nach überstandenen Magenproblemen trainierte der Mittelfeldspieler von der SSC Neapel am Freitag wieder mit dem Team, laut Nationaltrainer Steve Clarke ist McTominay „topfit und bereit“ für das erste Gruppenspiel am Sonntag (3.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker, in der ARD und MagentaTV).Als Vorsichtsmaßnahme war der 29-Jährige allerdings nach der Ankunft in Boston getrennt vom Rest der Mannschaft in Begleitung eines Arztes transportiert worden. „Er wollte nur ein bisschen Aufmerksamkeit“, scherzte Kapitän Andy Robinson über seinen Teamkollegen, der das Training am Donnerstag verpasst hatte.„Wir sind begeistert von Scotts Qualitäten und dem, was er der Mannschaft geben kann“, erklärte Clarke: „Aber wir brauchen noch 15 weitere, die auf demselben Niveau liefern, wenn wir ein erfolgreiches Turnier spielen wollen." Schottland ist erstmals seit 1998 wieder bei einer WM dabei, das Ziel sei daher, „etwas Besonderes zu leisten“, meinte Clarke. Die weiteren Gruppengegner sind Marokko und Brasilien (20./25. Juni). (sid)Florian ErbeDer ghanaische Fußball-Nationalspieler Thomas Partey wird beim ersten WM-Gruppenspiel nicht auf dem Rasen stehen, weil ihm von kanadischen Behörden die Einreise verweigert wurde. Partey könne wegen Visa-Problemen nicht von Ghanas WM-Quartier von Boston in den USA nach Kanada reisen, bestätigte der Weltverband FIFA der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuerst hatte „The Athletic“ berichtet.Partey steht seit April wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht, die nächste Anhörung ist für den Oktober angesetzt. Dem Spieler vom FC Villareal wird vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau in London zweimal vergewaltigt zu haben. Vor dem Southwark Crown Court in London plädierte Partey auf nicht schuldig. Ein Urteil soll nicht vor Mitte 2027 fallen. Zuvor war der Fußballer im Juli 2025 wegen fünf weiteren Fällen von Vergewaltigung und einem Fall von sexueller Nötigung angeklagt worden, die sich auf die Jahre 2021 und 2022 beziehen. Damals hatte er beim FC Arsenal unter Vertrag gestanden. Die Vorwürfe stammen von mehreren Frauen. Der Mittelfeldspieler wies auch damals sämtliche Vorwürfe zurück.Ghana bestreitet seine WM-Auftaktpartie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag deutscher Zeit (1.00 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker und MagentaTV) in Toronto gegen Panama. Partey absolvierte bereits 57 Länderspiele für die „Black Stars“, im März stand der 32-Jährige im Testspiel gegen Deutschland in Stuttgart auf dem Platz. (dpa)Florian ErbeDer Transport der Fans zum MetLife Stadium in New Jersey sorgt auch kurz vor dem ersten WM-Spiel weiter für Schlagzeilen. Aufgrund der Sorge vor Problemen im Schienennetz hält das Verkehrsunternehmen NJ Transit offenbar als Teil eines Notfallplans zwei Boote mit je 600 Plätzen bereit, die Fans von New Jersey zurück nach Manhattan bringen könnten. Das berichtete das Portal "The Athletic" am Tag vor dem Duell zwischen Brasilien und Marokko im WM-Finalstadion.Die Fähren stehen NJ Transit demnach nach jedem der acht WM-Spiele vier Stunden zur Verfügung. Zudem sollen Hunderte Busse in Bereitschaft sein, falls es im Bahnverkehr zwischen der New Yorker Penn Station in Manhattan und dem Metlife Stadium zu Beeinträchtigungen kommen sollte. Im Verkehrsplan wird mit 40.000 Bahnreisenden gerechnet, die Anzahl der Parkplätz am Stadion (eigentlich 23.000) fällt deutlich geringer aus.Schon der Preis für die Fahrt zur Arena, der von 12,90 US-Dollar auf zwischenzeitlich 150 US-Dollar stieg und nun bei 98 US-Dollar liegt, sorgte im Vorfeld des Turniers für reichlich Diskussionen. Rund um den Super Bowl der Footballliga NFL im MetLife Stadium war es 2014 dazu zu massiven Probleme im öffentlichen Nahverkehr gekommen.Mikie Sherrill, Gouverneurin von New Jersey, lieferte sich zuletzt einen Schlagabtausch mit der FIFA und forderte, dass sie die Kosten übernehmen solle. Der Weltverband lehnte das ab, Sherrill entschied, die Kosten nicht auf Steuerzahler, sondern auf die WM-Reisenden abzuwälzen. Das Organisationskomitee New York/New Jersey bietet jedoch auch Fahrten in gelben Schulbussen für 20 US-Dollar (Hin- und Rückfahrt) an.Laut "The Athletic" will die Gouverneurin mit dem Zug zum Spiel anreisen (Sonntag, 0.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker, im ZDF und MagentaTV). „Sie möchte das schnellste und effizienteste System nutzen“, sagte ein Beamter. Auch die deutsche Mannschaft spielt in der Gruppenphase zum Abschluss gegen Ecuador (25. Juni) in der Finalarena in New Jersey. (sid)Florian ErbeDer palästinensische Fußballchef Jibril Rajoub kann einem Medienbericht zufolge mangels Genehmigung noch nicht in die USA für die Fußball-Weltmeisterschaft einreisen. Der Präsident des nationalen Verbands wartet nach Angaben der US-Nachrichtenagentur Associated Press in Mexiko-Stadt auf die Erlaubnis. Er hatte sich dort am Donnerstag das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) angeschaut.„Ich glaube nicht, dass es fair ist, das Recht aller Fußballfunktionäre auf der ganzen Welt, daran teilzunehmen, zu benutzen, zu missbrauchen oder zu verweigern“, sagte Rajoub. Die palästinensische Mannschaft hat sich zwar nicht für die WM qualifiziert, der Weltverband FIFA lädt allerdings üblicherweise alle vier Jahre die Vorsitzenden der nationalen Verbände aus aller Welt zu dem Turnier ein.Die USA haben im vergangenen Jahr neue Einschränkungen für Inhaber palästinensischer Pässe eingeführt, darunter auch für alle, die bei der Palästinensischen Autonomiebehörde beschäftigt waren. Dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas wurde im vergangenen September die Einreise für die Generalversammlung der Vereinten Nationen verweigert. (dpa)Cristiano Ronaldo geht mit Zuversicht in seine sechste Fußball-WM. „Die Vorbereitung war sehr gut, aber auch anstrengend, weil wir hart gearbeitet haben“, sagte der 41 Jahre alte Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft kurz vor dem Abflug von Lissabon ins Endrunden-Quartier in Palm Beach/Florida: „Ich fühle mich körperlich gut. Ich bin sehr positiv. Ich glaube, dass alles gut laufen wird und wir eine gute Leistung zeigen werden.“Das aktuelle Team bewertet Ronaldo „als sehr gute Generation, die den Portugiesen viele Freude bereiten wird“. Das „Wichtigste“ sei, „gut zu starten, mit dem ersten Spiel, dann mit dem zweiten und dritten nachzulegen, die Gruppe als Erster zu beenden und von da an Spiel für Spiel weiterzukommen“.Die als Mitfavoriten gehandelten Portugiesen starten ihr Turnier am Mittwoch gegen die Demokratische Republik Kongo, bevor sie in der Gruppe K auf Usbekistan und abschließend auf Kolumbien treffen. (sid)Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnen-Daten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft nutzen könnte. Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe Handala. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien.Laut Handala stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die Handala-Erklärung zitiert. „FPVs sind überall; Ihr könnt nie wissen, wann eine davon vielleicht in Eurem Mannschaftsbus landet“.FPV steht für „First Person View“. Diese Drohnen sind mit einer Bordkamera ausgestattet, die Live-Bilder an den Piloten am Boden streamt. Dieser kann damit die Drohne aus der Perspektive der Kamera steuern, so als ob er sich selbst in der Drohne befände. Dies erhöht die Präzision beim Auskundschaften von Zielen wie auch von Angriffen. Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein, um diese gegen das Eindringen unbefugter Fluggeräte zu schützen.Handala verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen. So wurde der Firma zufolge eines der von Handala gezeigten Videos von einer Softwareplattform im Dezember 2024 produziert, um eine Technologie der US-Polizei zur Kontrolle von Tornado-Schäden zu illustrieren.Handala hatte im März bereits Cyberangriffe auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone für sich beansprucht. Die Gruppierung bezeichnete dies als Vergeltung für den Angriff vom 28. Februar auf eine Grundschule im Iran zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen das Land. Dabei waren nach nicht überprüfbaren Angaben des Iran mehr als 175 Menschen getötet worden. Auch reklamierte Handala im März für sich, das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt haben. Auf von der Gruppe verbreiteten privaten Fotos war Patel unter anderem mit Zigarren zu sehen. Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) für Hinweise zur Ergreifung von Handala-Mitgliedern ausgesetzt. (AFP)Top-Stürmer Kylian Mbappé jagt bei der Fußball-WM den Torrekord von Miroslav Klose, stellt ihn aber klar hinter das Ziel eines zweiten Titels mit Frankreich. „Sofort. Ich würde sofort unterschreiben. Wenn das bedeutet, dass wir gewinnen, werde ich mit Freuden der Erste sein, der auf der Champs-Élysées feiert“, erklärte der Kapitän der Équipe Tricolore in einem Interview des Senders M6. Der 27-Jährige reist mit zwölf WM-Toren zu seiner dritten Endrunde. Nach dem Titelgewinn 2018 und der Finalniederlage 2022 fehlen Mbappé nur noch vier Treffer zur Bestmarke von Klose, der seine 16 Tore bei vier Turnieren für Deutschland erzielte. „Natürlich möchte ich weiterhin Geschichte schreiben. Aber am allermeisten wünsche ich mir, mit dem Pokal nach Frankreich zurückzukehren“, sagte der Torjäger von Real Madrid. Ein zum Auftakt der Weltmeisterschaft veröffentlichtes Werbevideo der türkischen Fußballföderation hat für Diskussionen in den sozialen Medien gesorgt. Weil darin neben den Fußballspielern auch Projekte der regierenden AKP gezeigt werden, stieß der Clip auf Kritik.Der Clip zu dem Lied „Ihr alle - Wir die Türkei“ wurde vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Auftrag gegeben und beruht auf der Neuinterpretation eines traditionellen Volksliedes, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.In dem Musikvideo sind neben Szenen aus dem Fußballstadion auch Aufnahmen von Kampfflugzeugen, Marineschiffen und einer Drohnenfirma zu sehen. Außerdem zeigt das Video Erdoğan auf dem Fußballplatz im Trikot, bei einer Autofahrt und auf einer Militärparade. Teile des Videos wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt.Bei einigen türkischen Fans stieß das Video auf Kritik. Ein User auf X schreibt in einem Kommentar unter dem Video: „Gehen wir zum Fußballspiel oder in den Krieg?“ Die oppositionelle Zeitung „Cumhuriyet“ kritisierte, dass in dem Video „eher die AKP-Propaganda als die Nationalmannschaft, der Fußball und die Weltmeisterschaft“ im Vordergrund stünden.Namik Tan, Abgeordneter der größten Oppositionspartei CHP und ehemaliger Botschafter der Türkei in den USA, schrieb auf X, die Nationalmannschaft sei von gemeinsamem nationalem Wert und kein Propagandainstrument einer Partei. (dpa)Bundeskanzler Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft viel Erfolg bei der Weltmeisterschaft gewünscht. Der CDU-Politiker übermittelte seine besten Wünsche ins WM-Quartier nach Winston-Salem per Videotelefonat, wie in einem Clip im Netz zu sehen ist.„Hallo, hier ist Friedrich Merz“, meldet sich der 70-Jährige bei DFB-Kapitän Joshua Kimmich sowie dessen Kollegen Kai Havertz und Jonathan Tah aus dem Spielerrat. Im Verlauf des Gesprächs stößt auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hinzu. „Sieht gut aus“, kommentiert Merz die Lage, Kimmich versichert ihm: „Die Stimmung passt, um Spiele zu gewinnen.“Merz bekräftigt: „Ganz Deutschland hält euch die Daumen! Hier fiebern alle mit!“ Nachdem sich die Stars für die Unterstützung aus der Heimat bedankt haben, verabschiedet sich Merz mit den Worten: „Viele Grüße, toi, toi, toi. Ich würde mal sagen, Herr Nagelsmann, wir telefonieren mal zwischendurch, wie der Stand der Dinge ist, wenn die ersten Spiele gelaufen sind.“Der viermalige Weltmeister startet am Sonntag (19.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Außenseiter Curacao ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) und Ecuador. (sid) Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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Iran-nahe Hackergruppe droht FBI bei WM-Drohnen +++ Bundeskanzler Merz telefoniert mit Nationalteam +++ Erdoğan-Video sorgt für Kritik +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.














