Brito (am Boden) im WM-Finale 1970 gegen Italiens Luigi Riva

Diese Mannschaft. Pelé, der Anführer, der König. Carlos Alberto, der Kapitän, jener wuchtige Abwehrspieler, der im Endspiel mit dem 4:1 den krönenden Abschluss setzte. Dann Tostao, Gérson, Jairzinho, Rivelino, Paolo César – eine Offensive, als hätte der Fußballgott sich am siebten Tag der Schöpfung überlegt, die perfekte Sturmreihe zu erschaffen.

Brasiliens Elf, die 1970 im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt Weltmeister wurde, war vielleicht die beste Nationalmannschaft der Fußballgeschichte. Weil sie nicht nur Angreifer hatte, wie sie die Welt in dieser Fülle bisher selten gesehen hatte, sondern auch weil dahinter Spieler dabei waren, die Athletik, Tempo, Spielübersicht, Eleganz, Robustheit in vollendeter Weise zur Verbindung brachten. Spieler wie Brito.

Ein Kreis schließt sichBrito ist am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Der Tag seines Todes fiel mit dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2026 zusammen – im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Dort, wo er seine größte Stunde erlebte. Man muss nicht im Übermaß pathetisch sein, um zu sagen, dass sich ein Kreis geschlossen hat.

Weltmeister 1970: Pelé über allen