Als Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken, in der Mehrower Allee 50 in Berlin-Marzahn ankommt, wartet dort keine jubelnde Menschenmenge. Stattdessen stehen vor dem Plattenbau ein Fotografenteam der Berliner Linken und wenige Pressevertreter. Der eigentliche Mittelpunkt des Termins ist jedoch nicht die Spitzenkandidatin selbst, sondern der Bezirk Marzahn mit seinen Problemen. Fünf Stationen sind geplant. Los geht es in einem 18-geschossigen Haus, bei seinen Bewohnern und ihrem kaputten Fahrstuhl.
Der Fahrstuhl sei wochenlang ausgefallen, erzählt ein Mieter. Er führt die Gruppe hoch hinauf ins letzte Stockwerk, damit alle ein Gefühl dafür bekommen, wie es den Trägern – zwei jungen Männern mit Migrationshintergrund – ergehen musste, die für einen Hungerlohn hilfsbedürftige Nachbarn die Treppen hinaufgetragen haben. Der Mieter will aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. Denn sein Endgegner ist der Eigentümer des Hauses: Vonovia.
Mit Aussicht: Elif Eralp (Die Linke) lässt sich von Mietern die Probleme der Plattenbausiedlung erklären.
© Jana Hermann/Berliner Zeitung
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