Das Wetter spielte nicht mit, aber davon ließ sich die Linke in Sachsen-Anhalt nicht demotivieren. Als die Partei am Freitagvormittag in Magdeburg ihre Kampagne zur Landtagswahl vorstellte, begann es während der Präsentation leicht zu regnen. Spitzenkandidatin Eva von Angern machte trotzdem weiter. Gemeinsam mit Eric Stehr, dem mit 25 Jahren jüngsten Kandidaten der Landesliste, enthüllte sie das erste Großflächenplakat der Partei: „Heimat ist für alle da“.
Damit greift die Linke bewusst einen Begriff auf, den sie nicht der AfD überlassen will. „Wir lassen uns den Begriff der Heimat nicht von einer rechtsextremen Partei wegnehmen“, sagte von Angern. Die Landtagswahl am 6. September nannte sie eine „Schicksalswahl“. Es gehe darum, ob Sachsen-Anhalt ein vielfältiges Land bleibe oder ob Menschen „nach und nach aussortiert“ würden.
Die Linke als antifaschistisches Bollwerk
Diese Linie zieht sich auch durch von Angerns Kandidatenplakat. Darauf steht „Liebe gegen rechts“, eine Anspielung auf den gleichnamigen Song der Band Die Ärzte, deren großer Fan sie ist. In dem Lied steckt die Idee, dass Menschen politisch zurückgewonnen werden können. So gelesen sagt die Kampagne: Wer einmal rechts gewählt hat, muss dort nicht bleiben. „Wir setzen rote Herzen gegen blaue Herzen“, sagte von Angern. Das sei „kein sozialromantischer Text“, sondern eine klare Ansage an Menschen, die derzeit Angst vor der politischen Entwicklung im Land hätten.













