Berliner Kulturpolitik: Mut allein reicht nicht
Bei einer Debatte warben die Spitzenkandidat*innen um das Vertrauen der Kulturszene. Dabei zeigte sich: Berlin braucht jetzt jemanden, der kämpft.
Werner Graf, Stefan Evers, Moderatorin Anne Schneider, Steffen Krach und Elif Eralp auf dem Podium
Susanne Messmer
Dass Stefan Evers an diesem Abend überhaupt auf dem Podium sitzt, ist mutig. Man könnte auch sagen: Es ist bemerkenswert schmerzfrei. Denn der CDU-Politiker tritt in der Akademie der Künste vor genau jenes Publikum, das in den vergangenen Monaten die Folgen seiner Politik zu spüren bekommen hat. Vor Intendant*innen, Theatermacher*innen, Künstler*innen und Kulturfunktionär*innen muss der Berliner Finanz- und Kultursenator einen Sparkurs verteidigen, der die Kulturszene erschüttert hat. Die Reihen sind voll besetzt, die Stimmung ist angespannt. Evers weiß, dass er hier kaum auf Applaus hoffen kann. Trotzdem ist er da – und der Abend sofort bei seinem Thema.







