Es ist der größte Börsengang: Elon Musks SpaceX hat heute Geschichte geschrieben. Rund 75 Milliarden Dollar nimmt das Unternehmen ein, mehr als doppelt so viel wie Saudi Aramco beim bisherigen Rekord im Jahr 2019. Der erste Handelstag könnte Musk zudem zum reichsten Menschen machen, den die Welt je gesehen hat. Die Bewertung liegt bei 1,75 Billionen Dollar.

Dabei schreibt das Unternehmen SpaceX Verluste. Wie aus dem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Börsenprospekt hervorgeht, verbuchte das Unternehmen im Jahr 2025 bei einem Gesamtumsatz von 18,7 Milliarden Dollar einen Nettoverlust von rund 4,9 Milliarden Dollar. Was kaufen die Investoren eigentlich?

Die Antwort liegt nicht in Raketen. Sie liegt 550 Kilometer über der Erde.

SpaceX ist kein klassisches Raumfahrtunternehmen mehr. Die Satellitentochter Starlink erwirtschaftete im Jahr 2025 laut Börsenprospekt einen Umsatz von 11,4 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar. Das Raketen- und Raumfahrtgeschäft dagegen schrieb Verluste, ebenso die KI-Sparte. Demnach ist Starlink ist das einzige profitable Segment des Konzerns. Es finanziert alles andere.

Aktuell versorgt Starlink den Angaben zufolge über zehn Millionen Abonnenten in 164 Ländern mit Satelliterinternet. Das Netz besteht aus rund 9.600 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Doch das ist erst der Anfang. Was SpaceX in den Börsenunterlagen skizziert, ist deutlich größer: Starlink soll zum globalen Mobilfunkanbieter werden. Ein Netz für alle. Ein Abo für die ganze Welt.