Über die Mütterrente gibt es in der CSU erneut Unmut. Das berichtet der BR. Demnach fordert das Vorstandsmitglied Hans Reichert, „heilige Kühe wie die Mütterrente zu opfern“. Bei der Reformdebatte müsse man bei „null starten“ und Projekte der Vergangenheit infrage stellen, sagte Reichert dem Sender.Die Mütterrente gilt als Herzensprojekt des CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Gegen Bedenken der anderen Parteien hatte Söder dessen Ausweitung in den Koalitionsvertrag von Union und SPD hineinverhandelt.Die sogenannte Mütterrente III gilt ab dem kommenden Jahr. Mütter, die vor dem Jahr 1992 Kinder bekommen haben, erhalten dann auch drei Rentenpunkte für ihre Erziehungsleistung. Bisher gab es dafür nur zweieinhalb Punkte. Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden, erhalten schon heute drei Rentenpunkte für ihre Erziehungszeiten. Kritik auch von der Jungen Union Mit seiner Kritik an dem Projekt ist Reichert indes nicht allein. Auch Parteikollege und Europapolitiker Manfred Weber, hatte in seinem Pfingstbrief die Mütterrente als „Wohltat“ bezeichnet. Sie reiche nicht mehr aus, um Menschen zu überzeugen. „Wir können uns Zustimmung nicht erkaufen, wir müssen sie mit Ideen verdienen“, schrieb Weber.Davor hatte im April der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, erklärt: „Auch die Mütterrente gehört auf den Prüfstand.“ Winkel kritisierte, dass das Geld nach dem Gießkannenprinzip ausgezahlt werde – und nicht nach Bedürftigkeit. (Tsp)