Die Broschüren für die neue Saison waren schon gedruckt, die Daten alle fix vergeben. Doch als das Programm am städtischen Theater im südfranzösischen Castres vor ein paar Tagen vorgestellt wurde, fehlte da plötzlich ein angekündigtes Stück, ein besonders berühmtes: „Passeport“ handelt vom Schicksal eines eritreischen Flüchtlings im Camp von Calais. Aufgeführt wird es schon seit mehreren Jahren, überall in Frankreich. „Passeport“ sei „ein großer Publikumserfolg, auch kommerziell“, sagt sein Autor und Regisseur, Alexis Michalik.
Castres: Rechtsextreme kippen Theaterstück über Flüchtlinge
Der neue, rechtsextreme Bürgermeister im südfranzösischen Castres nimmt ein Stück vom Programm des Stadttheaters, das ihm ideologisch missfällt. Ist das Zensur – oder nur Drama?






