Die neue U-Bahn-Strecke ins Europaviertel wird sich voraussichtlich um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verteuern. Ob es bei 72 Millionen Euro Mehrkosten bleibt, die von der Stadtbahn-Entwicklungsgesellschaft für den Jahresabschluss 2025 angemeldet worden sind, steht noch nicht fest. Den Betrag hatte der „Hessische Rundfunk“ genannt. Aus haushaltsrechtlichen Gründen habe man den Mehrbedarf mit entsprechendem Vorlauf anmelden müssen, sagte eine Sprecherin. Unabhängig davon, ob der Betrag schon belastbar sei. Die genaue Summe werde gerade für eine Mehrkostenvorlage berechnet, die 2027 ins Stadtparlament eingebracht werde.Das Vorhaben hatte sich mehrfach verteuert. Zuletzt wurden die Kosten für die 2,7 Kilometer lange Strecke mit 515 Millionen Euro angegeben. Etwa 1,2 Kilometer des neuen U-5-Abschnitts verlaufen im Tunnel. Im vergangenen September hatten die Geschäftsführer angekündigt, dass 2027 zusätzlicher Finanzierungsbedarf bestehe, weil die Angebote auf die Ausschreibungen teils deutlich über den erwarteten Summen gelegen hätten und die Preise gestiegen seien. Auf manche Ausschreibungen hatten sich wegen der hohen Nachfrage, vor allem durch die Infrastrukturprojekte der Bahn, überhaupt keine Unternehmen gemeldet.Deshalb verlängerte sich auch die Bauzeit. Vor 2029 ist nicht damit zu rechnen, dass U-Bahn-Züge vom Hauptbahnhof aus weiter ins Europaviertel fahren. Dort hat im Frühjahr der Bau der oberirdischen Trasse entlang der Europa-Allee begonnen.