Südkorea hat wie Ko-Gastgeber Mexiko einen perfekten Start in die Fußball-WM erwischt. Das Team um den früheren Bundesliga-Profi Heung-Min Son setzte sich 2:1 (0:0) gegen Tschechien durch und drehte dabei einen 0:1-Rückstand. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für die Südkoreaner. Kapitän Ladislav Krejci hatte die Tschechen 20 Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme in Deutschland in Führung geköpft (59.).Insgesamt fünf Bundesliga-Profis verteilten sich auf die beiden Startaufstellungen. Südkorea brachte neben Bayern-Verteidiger Minjae Kim in der Abwehr auch Jae-Sung Lee vom Mainz 05, Tschechien setzte auf die Hoffenheimer Robin Hranac und Vladimir Coufal sowie Leverkusens Stürmer Patrik Schick im Angriff.Der 30-Jährige hatte nach 14 Minuten auch die erste Chance der Partie, dann vergaben Südkoreas Nationalspieler reihenweise Gelegenheiten. Allein Son tauchte mehrfach gefährlich vor dem Tor von Matej Kovar auf, zielte dann aber entweder zu ungenau, wurde geblockt oder scheiterte am Torwart der PSV Eindhoven. Auch Lee konnte seine Chance in der 49. Minute nicht nutzen.Die Tschechen gingen dagegen mit der ersten Gelegenheit in Führung. Einen Einwurf von Coufal köpfte Krejci im ersten von insgesamt vier WM-Partien in Guadalajara ins Tor. Doch lange brauchten die Südkoreaner nicht, um sich davon zu erholen. Acht Minuten später gelang Hwang der Ausgleich, der ebenfalls eingewechselte Oh drehte das Spiel dann nach einem feinen Konter.Das sind die weiteren Themen der WM-Nacht:Mexiko zwischen einer „historischen Freude“ und „Anspannung“„Mit großem Stolz“ gratulierte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum dem mexikanischen Nationalteam und sprach von einer „historischen Freude“. Allerdings war es vor dem Aztekenstadion in Mexiko-Stadt auch zu Ausschreitungen kommen. Angehörige hatten auf das Schicksal der mehr als 130.000 Menschen im Land aufmerksam gemacht, die als verschwunden gelten. Die radikale Lehrergewerkschaft nutzte die Bühne auch wieder für ihren Protest. Angesichts der hohen Sicherheitsmaßnahmen beschrieb die Zeitung „ESTO“ die Atmosphäre als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“Brasiliens Trauer um Weltmeister von 1970Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“Bayerns Davies fehlt Ko-Gastgeber Kanada zum StartAlphonso Davies kann beim ersten Spiel von Ko-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler des FC Bayern ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Hercegovina (21 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.Offene Prämien-Frage bei der DFB-AuswahlKurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen, eine Einigung ist aber in Sicht. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.