PfadnavigationHomeWirtschaftLuftsicherheitDeutsche Flugsicherung plant mit Hensoldt und Telekom ein Drohnenabwehr-NetzStand: 06:16 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Radarsensor vom Typ Hensoldt SPEXER 360 zur Luftraumüberwachung. Der Sensor kann auf Fahrzeuge montiert werdenQuelle: picture alliance/CHROMORANGE/Michael BihlmayerDie Zahl der Drohnensichtungen in Deutschland wird vor allem für Flughäfen und rund um kritische Infrastruktur zur Gefahr. Die Deutsche Flugsicherung will jetzt mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der Telekom ein Abwehrsystem entwickeln.Um der neuen Bedrohung aus der Luft zu begegnen, plant die Deutsche Flugsicherung (DFS) nach Informationen von WELT AM SONNTAG gemeinsam mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der Deutschen Telekom ein bundesweites Drohnen-Detektions- und Abwehrnetz, an dem auch andere Hersteller beteiligt werden sollen.Der „Aktionsplan Drohnen Deutschland“, der am Freitag auf der ILA vorgestellt werden soll, sieht eine KI-gestützte Plattform vor, die Daten von Mobilfunkmasten mit stationären Drohnen-Detektions- und Abwehranlagen an Flughäfen, Kraftwerken und Bundeswehr-Einrichtungen verbindet. Die von dezentralen Überwachungssensoren gemeldeten Daten sollen zusammengeführt und automatisiert ausgewertet werden. Ziel ist ein bundesweites Drohnen-Luftlagebild, das die Basis einer zivilen und militärischen Drohnenabwehr bilden soll.„Drohnen stellen eine zunehmende Gefahr für die kritischen Infrastrukturen in Deutschland dar. Um diese zu schützen, müssen wir die verfügbaren Kräfte bündeln“, sagte DFS-Chef Arndt Schoenemann WELT AM SONNTAG. „Auch wenn bei den Drohnenangriffen in Deutschland bislang scheinbar nichts passiert, kann man darin bereits den Beginn einer hybriden Kriegsführung sehen.“Lesen Sie auchWoran die Drohnenbekämpfung in Deutschland unter anderem scheitert, ist ein Dschungel von Zuständigkeiten auf Bundes- und Landesebene bis hinunter auf Landkreisebene. Was Schoenemann zufolge fehlt, ist die Koordination: „Statt eines Flickenteppichs an Einrichtungen und Zuständigkeiten brauchen wir eine zentral geführte Drohnendetektion und -abwehr, bei der alle Informationen zusammenfließen.“Bei den Abwehranlagen handelt es sich in der Regel um kombinierte Systeme aus optischen, akustischen und elektromagnetischen Sensoren zum Aufspüren von Drohnen. Zur Bekämpfung werden unter anderem Störsender, Ramm- und Netzwerfer-Drohnen eingesetzt.Lesen Sie auch„Die technologischen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr sind bei deutschen Herstellern vorhanden. Doch um im Fall einer Bedrohung handlungsfähig zu sein, braucht es eine Architektur, die die verschiedenen Systeme zur Erkennung, Klassifizierung und Bekämpfung von Drohnen koordiniert“, sagt Hensoldt-Vorstandschef Oliver Dörre zu WELT AM SONNTAG.Sein auf Radar, Sensorik und vernetzte Verteidigungslösungen spezialisiertes Unternehmen bietet Systeme zur Drohnenabwehr an, die unter anderem von der Bundeswehr genutzt werden. „Es geht uns beim Aktionsplan Drohnen aber nicht primär darum, unsere eigenen Produkte zu verkaufen“, sagt Dörre. „Die Plattform soll Systeme aller Hersteller integrieren können.“Steffen Fründt ist Wirtschaftskorrespondent der WELT-Gruppe und berichtet über Luftfahrtbranche und Tourismus.Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und „Business Insider Deutschland“ geschrieben.
Deutsche Flugsicherung plant mit Hensoldt und Telekom ein Drohnenabwehr-Netz - WELT
Die Zahl der Drohnensichtungen in Deutschland wird vor allem für Flughäfen und rund um kritische Infrastruktur zur Gefahr. Die Deutsche Flugsicherung will jetzt mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der Telekom ein Abwehrsystem entwickeln.







