Berlin. Lange galt in Deutschland: Wer arbeiten will – fleißig, motiviert und qualifiziert ist – findet auch etwas. Doch der Arbeitsmarkt hat sich verändert. In der aktuellen Wirtschaftsflaute stellen viele Unternehmen nicht nur weniger ein, sie bauen auch Stellen ab. Etwa 15.000 Jobs gehen laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) derzeit jeden Monat allein in der Industrie verloren. So trifft eine wachsende Zahl von Jobsuchenden auf immer weniger offene Stellen.Neu ist auch, wen es erwischt: Mittlerweile trifft es auch verstärkt hochqualifizierte Akademiker, Führungskräfte oder Manager. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte in allen Branchen um 14 Prozent hochgeschnellt. Das zeigen auch Zahlen des Statistischen Bundesamts. Auch der Anteil von Akademikern, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, ist zuletzt gestiegen.Das Handelsblatt hatte einen Aufruf auf der Jobplattform LinkedIn gestartet, auf den sich mehr als 100 Betroffene gemeldet haben. Sie sind qualifiziert, viele führten Teams, manche auf C-Level. Den meisten wurde gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag angeboten. Einige haben ihren Arbeitgeber auch von sich aus verlassen – in der Annahme, schnell etwas Neues zu finden. Die meisten waren zwischen 50 und 60 Jahre alt.Vier von ihnen erzählen hier, was die lange Jobsuche mit ihnen macht und vor welche Herausforderungen sie die Arbeitslosigkeit stellt.
Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend
In der Krise finden selbst High Perfomer, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, was das mit ihnen macht.







