PfadnavigationHomeRegionalesSachsenFotoverbot im Bad – Datenbrillen sorgen für UnsicherheitStand: 04:07 UhrLesedauer: 2 MinutenBei den Dresdner Bädern ist geregelt, dass in den Saunen das Mitführen von Kameras samt Smart Glasses untersagt ist. (Symbolbild) Quelle: Martin Schutt/dpaIn Sachsens Schwimmbädern gibt es klare Regeln gegen Foto- und Videoaufnahmen. Trotzdem bleiben Datenbrillen eine Grauzone, weil sie kaum zu kontrollieren sind.Die Nutzung von Smart Glasses mit Kameras und Mikrofonen ist in Sachsens Schwimmbädern verboten, lässt sich aber nur schwer kontrollieren. Foto- und Videoaufnahmen in den Einrichtungen unterliegen strengen Regeln und sind zumeist untersagt, wie aus einer Umfrage in Leipzig, Dresden und Chemnitz hervorgeht.Das Verbot von Foto- und Filmaufnahmen fremder Personen sei in der Haus- und Badeordnung eindeutig geregelt und festgeschrieben, hieß es aus Leipzig. «Das schließt Fotoapparate, Handys, Smartphones, aber auch Smart Glasses oder smarte Kugelschreiber gleichermaßen mit ein.»Bisher keine Vorfälle, aber auch schwer zu kontrollierenIn den Dresdner Bädern ist das Mitführen von Kameras in Saunen generell untersagt. Dazu zählen nach Angaben der Dresdner Bäder GmbH auch Smart Glasses. Festgestellt worden seien solche Geräte bislang nicht. Den Angaben nach dürfen in den Hallen- und Freibädern Bilder nur gemacht werden, wenn keine anderen Menschen auf den Motiven zu sehen sind.Auch in den Schwimmbädern in Chemnitz habe es noch keinerlei Vorfälle mit den Datenbrillen gegeben, sagte eine Stadtsprecherin. Ein generelles Verbot von Smart Glasses wäre auch nur schwer umsetzbar, da nicht ohne Weiteres sofort erkennbar sei, ob eine Brille über Aufnahmefunktionen verfügt oder ob diese tatsächlich genutzt werden. Das Personal sei dafür jedoch sensibilisiert.Sorge vor unbemerkten Aufnahmen in sozialen MedienIn einigen Kommunen wie Potsdam sind Smart Glasses inzwischen ausdrücklich verboten. «Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen können», hieß es im Antrag der Fraktion Grüne/Volt. Demnach würden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wüssten.dpa-infocom GmbH