PfadnavigationHomeSportFußballWMARD-Moderatorin„Herr Schweinsteiger ist da anders“, sagt Esther Sedlaczek und lachtVon Steven JörgensenStand: 19:28 UhrLesedauer: 5 MinutenEsther Sedlaczek im Gespräch mit Bastian SchweinsteigerQuelle: picture alliance/Eibner-PressefotoFür Esther Sedlaczek beginnt mit der Fußball-WM der dritte Einsatz bei einem großen Fußballturnier. Die ARD-Moderatorin über ihre drei Kinder, Kollege Bastian Schweinsteiger und Julian Nagelsmann.Mit Bastian Schweinsteiger ist Esther Sedlaczek ein eingespieltes Team. Die beiden berichteten schon von der WM 2022 gemeinsam vor der Kamera. Nach der EM 2024 ist die am Donnerstag beginnende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nun ihr drittes großes Turnier als Duo am Mikrofon. Fünf Wochen wird die 40 Jahre alte Sedlaczek – Mutter dreier Kinder – vor Ort sein. Frage: Frau Sedlaczek, für die ARD sind Sie fünf Wochen bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko im Einsatz, reisen von Spiel zu Spiel. Wie halten Sie den Kontakt nach Hause?Esther Sedlaczek: Meine Familie wird in den USA sein. Das ist für mich ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Ich habe Familie, ich liebe meine Familie, bin ein absoluter Familienmensch. Wenn man die Möglichkeit hat, so ein Ereignis gemeinsam zu erleben, dann sollte man das auch tun. Insofern freuen wir uns auf dieses gemeinsame Abenteuer und die gemeinsame Zeit. Sie fliegen aber nicht zu den Spielorten, weil es zu stressig wäre.Frage: Was nehmen Sie auf solche Reisen immer mit?Sedlaczek: Mein Mann hat mir von meiner ersten WM 2022 in Katar einen für mich ganz besonderen Kugelschreiber geschenkt. Das ist mein kleiner Talisman. Der ist mir immer ganz, ganz wichtig. Ich habe ihn vor der EM 2024 einmal nicht mehr gefunden, und da bin ich richtig nervös geworden.Frage: Die Reiseroute geht in der Gruppenphase über Städte wie Toronto, Houston, Seattle, Dallas, Boston und New York. Was erwarten Sie für ein WM-Erlebnis?Lesen Sie auchSedlaczek: Die Reiserei wird natürlich in der Gruppenphase wahnsinnig viel. Das wird wirklich ein wilder Ritt und eine Riesenherausforderung, sowohl mental als auch physisch durch die verschiedenen Zeitzonen und die langen Flüge. Ab der K.o.-Runde wird es dann ein bisschen entspannter, und wir haben ein paar längere Unterbrechungen.Frage: Ihr ständiger Begleiter wird Experte Bastian Schweinsteiger sein. Von ihm soll ich Ihnen eine Frage stellen: Warum sind Sie immer schon so früh vor Spielen im Stadion?Sedlaczek: Es war klar, dass so eine Frage von ihm kommt (lacht). Ich bin tatsächlich immer gerne früh am Stadion, weil ich mich dort noch mit den Kollegen unterhalte. Es ist eben nicht dieser klassische Bürojob, bei dem ich mich in der Mittagspause mit anderen austauschen kann. Herr Schweinsteiger ist da anders. Er würde am liebsten immer erst kurz vor dem Anpfiff kommen (lacht). Das ist mir zu knapp. Da driften wir schon sehr weit auseinander. Er kann es tatsächlich nicht so recht verstehen, warum ich immer so früh im Stadion bin.Lesen Sie auchFrage: Von Ihrem Experten gibt es öfter mal freche Sprüche. Wie oft müssen Sie sich ein Lachen verkneifen?Sedlaczek: Ich verkneife mir da nichts. Das ist ja das Gute. Das kann alles direkt raus. Ich bin jemand, der gerne einfach natürlich und authentisch vor der Kamera agiert. Es ist schön, dass wir so miteinander arbeiten, ohne danach zu denken: Was war das denn jetzt? Sondern wir nehmen uns so, wie wir sind. Das erleichtert das Zusammenspiel vor der Kamera enorm. Dazu kommt natürlich, dass wir uns mögen und respektieren.Frage: Wie hat sich das Zusammenspiel entwickelt?Sedlaczek: Wir sind immer besser aufeinander abgestimmt. Es ist jetzt unser drittes gemeinsames Turnier, was ich schon wahnsinnig finde. Natürlich weiß ich, wie er arbeitet und was er als Experte benötigt. Das gibt dann noch mal eine andere Sicherheit. Was ganz wichtig ist: Wir können uns vor der Kamera aufeinander verlassen. Und wir haben halt auch Spaß gemeinsam vor der Kamera.Frage: Sie werden bei der WM die Interviews mit Bundestrainer Julian Nagelsmann für die ARD führen. Wie herausfordernd ist er als Gesprächspartner?Sedlaczek: Grundsätzlich ist Julian Nagelsmann ein Fußballfachmann auf allerhöchstem Niveau. Manchmal gibt es aber auch Themen wie Personalien, bei denen ich überlege, wie ich ihn abhole … Das Gute ist aber, wenn man sich bereits öfter im Gespräch hatte. Dann weiß ich, wie ich es angehen kann, um eine Antwort zu bekommen, ohne dass jemand sofort abwehrt. Es gibt einfach Themen, die interessieren die Zuschauer und sind den Fans wichtig. Für den Bundestrainer sind sie vielleicht unangenehm …Frage: Als Sie 2021 von Sky zur ARD wechselten, hatten Sie Träume, die Sie sich erfüllen wollten: große Fußball-Turniere und Olympia. Das haben Sie inzwischen moderiert. Was sind die nächsten Ziele?Sedlaczek: Das ist jetzt mein drittes großes Fußballturnier. Ich habe zudem zweimal Olympische Spiele machen dürfen. Man darf auch irgendwann einmal aus Demut sagen: Das ist toll. Dieses Streben, immer höher, immer weiter, das empfinde ich gar nicht. Ich habe drei gesunde Kinder zu Hause. Ich habe einen Traumjob, der mich auch immer wieder an neue Orte führt, der mich diese Abenteuer erleben lässt. Ich brauche nicht mehr. Ich bin einfach dabei, alles gerade aufzusaugen und zu genießen und nicht sofort darauf zu schauen, welche Tür sich als Nächstes für mich öffnet. Ich bin total happy und richtig glücklich mit dem, was ich habe und machen darf.Der Artikel wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) verfasst und zuerst in SPORT BILD veröffentlicht.
ARD-Moderatorin: „Herr Schweinsteiger ist da anders“, sagt Esther Sedlaczek und lacht - WELT
Für Esther Sedlaczek beginnt mit der Fußball-WM der dritte Einsatz bei einem großen Fußballturnier. Die ARD-Moderatorin über ihre drei Kinder, Kollege Bastian Schweinsteiger und Julian Nagelsmann.









