Pflegeskandal im Harz: Schwierige Patienten sediert
Im Prozess zum Pflegeskandal im Harz rechtfertigen sich Heim- und Pflegedienstleiterin. Außerdem spielt eine alte Stasi-Richtlinie eine Rolle.
Schon 2020 gab's eine Razzia: Jetzt stehen ehemalige Mitarbeitende des Senioren- und Pflegeheims „Haus Linde“ im Harz vor Gericht
Frank Neuendorf/dpa
In Braunschweig ist der Prozess um das Senioren- und Pflegeheim Haus Linde im Harz weitergegangen. Der Leitung wird vorgeworfen, Bewohner sediert, eingesperrt und kränker gemacht zu haben. Angeklagt sind der Inhaber des Heims Ralf S. (60), seine Ehefrau Iris S. (63) sowie die ehemalige Heimleiterin Kathrin G. (51) und die ehemalige Pflegedienstleiterin Angela F. (59). Letztere haben sich am Donnerstag zum ersten Mal geäußert. Genauer gesagt: Sie haben ihre Anwälte Einlassungen vorlesen lassen. Beide Frauen fühlten sich psychisch nicht in der Lage, Nachfragen des Gerichtes zu beantworten.







