PfadnavigationHomePolitikAuslandSatellitenbilder„Bedrohung in höchstem Maße“ – Russland rüstet an Grenze zur EU massiv aufStand: 12:19 UhrLesedauer: 2 MinutenSoldat bei einer Militärübung in Kangerlussuaq auf GrönlandQuelle: picture alliance/Ritzau Scanpix/Oscar Scott CarlSatellitenbilder zeigen laut einem dänischen Medienbericht, dass Russland Personal und Militäranlagen an Europas Grenzen aufstockt. Ein norwegischer General warnt: Nach dem Ende des Ukraine-Kriegs könnte ein „anderes Russland an unserer Grenze stehen“.Russland baut an den Grenzen zu nord- und osteuropäischen Ländern seine militärische Infrastruktur aus. Darüber berichtet der dänische öffentlich-rechtliche Sender DR in einem aufwendigen Langzeitprojekt. Die Recherchen sollen anderthalb Jahre gedauert haben und über 25 Stunden Hintergrundgespräche mit Geheimdienstchefs und Nato-Quellen eingeflossen sein.In Zusammenarbeit mit weiteren Sendern hat DR zudem Satellitenbilder ausgewertet, die zeigen, wie Russland neue Militärstützpunkte baut und bestehende erweitert.Lesen Sie auchLaut einem ehemaligen Offizier des finnischen Militärgeheimdienstes, Marko Eklund, will Russland so Platz für Zehntausende neue Kampfsoldaten entlang der Grenze zu europäischen Staaten schaffen – darunter das nördliche Norwegen, Finnland und der Süden Litauens. Wenn die Kämpfe in der Ukraine beendet sind, plane Russland, insgesamt rund 115.000 Soldaten in Grenznähe zu stationieren, sagte Eklund.Der Chef des schwedischen Militärgeheimdienstes, Thomas Nilsson, wird mit der Einschätzung einer „Bedrohung in höchstem Maße“ zitiert.Keine der Quellen verfüge jedoch über Informationen, wonach Russland konkret einen Angriff auf ein Nato-Land planen würde. Der Großteil der russischen Streitkräfte sei zudem in der Ukraine gebunden. Doch das Aufstocken der Brigaden auf Divisionen, so heißt es, deute darauf hin, dass Russland sich auf einen großen Krieg vorbereite.Der norwegische General Eirik Kristoffersen sagte gegenüber dem DR-Partnersender NRK, „dass nach dem Ende des Krieges in der Ukraine ein anderes Russland an unserer Grenze stehen wird“. Und führte aus: „Im schlimmsten Fall stehen wir einem Russland gegenüber, das über kampferfahrene Soldaten verfügt, eine auf Hochtouren laufende Kriegswirtschaft besitzt und schneller an unseren Grenzen präsent sein kann, als wir es uns vorgestellt haben.“Das größte Konfliktpotenzial sehen Militärexperten dem Bericht zufolge in der Ostseeregion, wo Nato und Russland sowohl militärisch als auch geografisch nahe beieinanderliegen.Der dänische Nato-Generalmajor Brian Nissen warnt über einen Konflikt bei DR: „Es wird ein Krieg sein, der in allen Dimensionen stattfindet. Er wird an Land, in der Luft, auf See, im Weltraum und im Cyberspace stattfinden.“lay