PfadnavigationHomePanoramaGesundheitsgefahrBakterien-Alarm in Würzburg – Bürger sollen Trinkwasser abkochenStand: 11:27 UhrQuelle: Hendrik Schmidt/dpaTrinkwasser gilt als eines der sichersten Lebensmittel Deutschlands. Doch nach dem Nachweis von Enterokokken in einem Pumpwerk sollen Zehntausende Menschen in Würzburg ihr Trinkwasser nun vorsorglich abkochen.Die Menschen im unterfränkischen Würzburg und der benachbarten Gemeinde Gerbrunn müssen ihr Trinkwasser bis auf Weiteres abkochen. Bei einer Routineuntersuchung in einem Pumpwerk wurden Enterokokken festgestellt, teilte die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH mit. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes gilt die Vorsichtsmaßnahme im gesamten Versorgungsgebiet.Nach Angaben der WVV wird mit Hochdruck nach der Ursache der Verunreinigung gesucht. Gleichzeitig werden weitere Wasserproben untersucht, um das Ausmaß des Problems zu bestimmen.Verbraucher sollen Leitungswasser vor der Nutzung sprudelnd aufkochen und anschließend mindestens zehn Minuten abkühlen lassen. Dies gilt unter anderem für die Zubereitung von Speisen und Getränken, das Waschen von Obst und Gemüse, das Zähneputzen sowie die Reinigung offener Wunden. Für die Toilettenspülung, das Duschen und Händewaschen kann das Wasser weiterhin verwendet werden.Lesen Sie auchEnterokokken sind Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorkommen. Gelangen sie ins Trinkwasser, können sie auf eine Verunreinigung hinweisen. Für gesunde Menschen sind sie meist unproblematisch, bei Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem können sie jedoch gesundheitsschädliche Magen-Darm-Beschwerden oder Infektionen auslösen.dpa/jra