PfadnavigationHomePolitikAuslandNordirlandMesserangreifer von Belfast nutzte Schlupfloch für EinreiseStand: 09:54 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Lage in Belfast bleibt nach fremdenfeindlichen Ausschreitungen angespannt. Randalierer griffen unter anderem eine Flüchtlingsunterkunft an, zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen. WELT-Reporter Daniel Koop berichtet vor Ort über die Folgen der Gewalt und die aktuelle Sicherheitslage.Wie kam der tatverdächtige Sudanese nach Irland? Laut Polizei flog der Mann wohl über Paris nach Dublin und fuhr dann mit dem Bus weiter nach Nordirland. Laut „The Telegraph“ wird genau diese Route in den sozialen Medien von albanischen Menschenschmugglern aktiv beworben.Nach dem Messerangriff in Belfast wird immer mehr über die Einreise des 30 Jahre alten Tatverdächtigen, der aus dem Sudan stammt, bekannt. Nach Angaben der Polizei gelang Hadi Alodid im Februar 2023 über die Republik Irland nach Nordirland, nachdem er zuvor per Linienflug von Paris nach Dublin gereist war. Erst in Nordirland beantragte er dann Asyl und erhielt im September 2023 eine Aufenthaltserlaubnis für das Vereinigte Königreich bis zum Jahr 2028.Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, bieten albanische Schmugglerbanden dieses Schlupfloch für die Einreise in sozialen Medien an und nutzen das Fehlen von Passkontrollen an der Grenze zwischen Irland und Nordirland. Alodid soll nach seiner Ankunft in Dublin mit dem Bus nach Belfast gefahren sein. Diese Route, so „The Telegraph“ weiter, werde in Onlinevideos und Anzeigen als Alternative zu illegalen Kanalüberquerungen beworben – mit, so heißt es, „garantiertem“ Erfolg und „maximaler Sicherheit“. Der Preis von 7000 Pfund (8100 Euro) ist erst nach der Ankunft fällig. Die Kontaktaufnahme zu den Schmugglern sei via Links oder WhatsApp möglich.Zudem, so berichtet auch die Zeitung „Daily Mail“, profitierte Alodid vom britischen „Fast-Track“-Programm, einem beschleunigten Verfahren im Asylrecht, das noch unter dem damaligen Premierminister Rishi Sunak eingeführt wurde. Es soll Anträge von Personen aus Ländern, die von der britischen Regierung als sicher eingestuft werden, schnell bearbeiten. Der Tatverdächtige soll am Montag einen Mann mehrfach mit einem Messer attackiert und offenbar versucht haben, ihm die Kehle durchzuschneiden. Das Opfer wurde schwer verletzt. Seitdem wird Belfast von rassistischen Krawallen erschüttert. Lesen Sie auchRandalierer zogen nach der Tat teils vermummt durch die Straßen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand, darunter einen Bus. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, Bewohner mussten gerettet werden. Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren.jm
Nordirland: Messerangreifer von Belfast nutzte Schlupfloch für Einreise - WELT
Wie kam der tatverdächtige Sudanese nach Irland? Laut Polizei flog der Mann wohl über Paris nach Dublin und fuhr dann mit dem Bus weiter nach Nordirland. Laut „The Telegraph“ wird genau diese Route in den sozialen Medien von albanischen Menschenschmugglern aktiv beworben.







