Wie verwandelt man den entscheidenden Elfer? Wie bricht man nach einer Niederlage nicht zusammen? Und welche Psychotricks der Weltmeister helfen in der nächsten Prüfung? Das weiß der frühere DFB-Teampsychologe
© Ryan Haskins
ZEIT Campus: Herr Hermann, Sie waren 20 Jahre lang Teampsychologe der Fußball-Nationalmannschaft. Wie sah Ihr Alltag bei einer Weltmeisterschaft aus?
Hans-Dieter Hermann: Die Arbeit richtet sich nach dem Rhythmus des Fußballs, den Spiel-, Trainings- und Essenszeiten. Wenn ein Spieler reden wollte, passierte das meistens zwischendurch, beim Spaziergang nach dem Training oder im Flieger zum nächsten Spiel. Viele gute Gespräche fanden nach dem Abendessen statt. Außerdem gab es psychologisches Training. Dort lernten die Spieler zum Beispiel Konzentrationstechniken oder Übungen, wie sie nach einem intensiven Match möglichst schnell runterfahren können.








