Sanktionen und eine Öl-Blockade sind nur zwei Beispiele für den Druck Washingtons auf Havanna. Nun besucht Pete Hegseth auf Kuba einen amerikanischen Stützpunkt – und legt verbal nach.11.06.2026, 08.13 Uhr2 LeseminutenDer amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht auf dem Stützpunkt Guantánamo Bay vor Soldaten.Phil Stewart / Reuters(dpa) Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einem Besuch auf dem Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba den Druck auf die sozialistische Karibikinsel verbal weiter erhöht. Was auch immer mit der Zukunft Kubas geschehe, liege in den Händen von US-Präsident Donald Trump und der Führung Kubas, sagte er. «Komme, was da wolle – das Kriegsministerium wird auf jede mögliche Eventualität vorbereitet und eingestellt sein», betonte Hegseth vor Soldaten, vor denen er sich als einer von ihnen inszenierte. Er trug kurze Hose und T-Shirt und machte im Anschluss gemeinsam mit den Soldaten Fitnessübungen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Beziehungen zwischen Washington und Havanna sind seit einiger Zeit angespannt. Unter Präsident Donald Trump nahmen die Spannungen aber deutlich zu. Um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren, erhöhte seine Regierung den Druck auf Havanna mit zahlreichen Massnahmen, darunter eine Reihe neuer Sanktionen und eine Öl-Blockade. Immer wieder gab es auch Sorgen über eine mögliche militärische Eskalation.Nach seiner Ansprache machte Hegseth mit den Soldaten Fitnessübungen und stemmte Gewichte.Phil Stewart / ReutersHegseth spricht sich für Hinrichtung von Guantánamo-Häftlingen ausNach der Rückkehr von seinem Besuch auf dem Stützpunkt in Kuba nach Florida, sprach sich Hegseth für eine Hinrichtung der Inhaftierten im Gefangenenlager in Guantánamo Bay aus. «Meiner persönlichen Meinung nach hätten die Häftlinge in Guantánamo wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen», sagte Hegseth vor Journalisten in Tampa.Hegseth reagierte damit auf die Frage einer Journalistin, die wissen wollte, warum die 15 noch verbliebenen Häftlinge in Guantánamo Bay nicht hingerichtet würden, um den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Laut Angaben des Pentagons von Anfang 2025 wurden von den 15 Häftlingen bislang nur zwei von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen noch Verfahren.Umstrittener Militärstützpunkt GuantánamoDer Militärstützpunkt von Guantánamo Bay liegt an der südöstlichen Küste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter amerikanischer Kontrolle. Seit dem Sieg der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag jedoch als ungültig.Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichteten die Vereinigten Staaten in Guantánamo ein umstrittenes Gefangenenlager. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Mutmassliche islamistische Terroristen wurden dort lange ohne Prozess festgehalten, teils auch gefoltert.Die Bemühungen mehrerer US-Regierungen, das Gefängnis ganz zu schliessen, scheiterten lange daran, dass es an Ländern mangelte, die die verbliebenen Häftlinge aufnehmen. Menschenrechtsgruppen kritisieren die andauernde Inhaftierung der verbliebenen Männer sowie den Einsatz von Militärgerichten gegen die Häftlinge.Passend zum Artikel
Hegseth erhöht Druck auf Havanna: Die Zukunft von Kuba liege in den Händen von Trump
Sanktionen und eine Öl-Blockade sind nur zwei Beispiele für den Druck Washingtons auf Havanna. Nun besucht Pete Hegseth auf Kuba einen amerikanischen Stützpunkt – und legt verbal nach.










