Wer Gedichte, Geschichten, Romane schreibt, verbringt viel Zeit allein mit dem eigenen Text. Es gibt zwar Seminare, Werkstätten, Online-Foren, wo sich Schreibende austauschen. Aber welches ist das richtige? Welche Aufnahmekriterien gelten? Und wie findet man einen Verlag oder erst einmal eine Agentur, welcher Vertrag ist gut?
Die Hürden, um als Autor leben zu können, sind hoch. Vielleicht will man es ja auch nicht wie alle anderen zuvor machen. Vielleicht kann man schon vor dem Schreiben Ideen tauschen? Und womöglich neue Veranstaltungsformate finden? Viele solcher Fragen standen am Anfang, als vor 20 Jahren die Lettrétage gegründet wurde. Der Legende nach kamen im Sommer 2006 ein paar Literaturstudierende und Lyrikerinnen in einer gelben Villa kurz hinterm Mehringdamm zusammen und nahmen dankbar 31 Stühle aus einem ehemaligen Fischrestaurant an, um ein alternatives Literaturhaus zu gründen.
20 Jahre später nennt sich die Lettrétage eine „Ankerinstitution“ der freien Literaturszene – ein Ankerplatz zum Ausruhen, Versammeln, Aufbrechen. Sie bietet mittlerweile nicht mehr in Kreuzberg, sondern im Kunsthaus Acud in Mitte Räume für Lesungen, Performances und Arbeitstreffen aller Art. Hier kann man auf Leute mit Erfahrung treffen und sich beraten lassen, auch in wirtschaftlichen Dingen.









