Den SC Magdeburg verbindet seit einiger Zeit ein besonderes Verhältnis zur Stadt Köln. Die Rheinmetropole ist jedes Jahr Austragungspunkt zweier großer Handball-Events: Im April findet das Final Four um den DHB-Pokal statt, im Juni trifft sich unweit des Doms die europäische Elite, um den Champions-League-Sieger zu ermitteln.Die Magdeburger sind dabei die Definition eines Dauergastes: Für sieben der letzten acht Turniere in Köln konnte sich das Team von Trainer Bennet Wiegert qualifizieren. Wir blicken vor dem Champions-League-Halbfinale gegen die Füchse Berlin am Sonnabend (15 Uhr, live beim Streaming-Dienst DYN) auf die denkwürdigsten und dramatischsten Spiele des SCM in der größten Handball-Arena Deutschlands zurück.
16. April 2023: DHB-Pokalfinale
Der SC Magdeburg verliert gegen Rhein-Neckar Löwen 34:36 nach Siebenmeterwerfen. Kay Smits hat die Sache in der Hand. Der niederländische Rückraumspieler muss an diesem späten Nachmittag „nur“ den nächsten Siebenmeter verwandeln, dann wäre der SCM erstmals seit sieben Jahren wieder Pokalsieger. Tut er allerdings nicht. David Späth im Tor der Rhein-Neckar Löwen pariert Smits' Wurf mit einem phänomenalen Reflex und bringt seine Farben zurück ins Spiel. Ein paar Minuten später herrscht Schockstarre bei allen, die es mit den Grün-Roten halten. Die Löwen gewinnen 36:34 und dürfen den Pokal mit nach Hause nehmen, an dem die Magdeburger schon eine Hand hatten. Andererseits ist die Finalniederlage im April 2023 auch so etwas wie die Mutter aller Köln-Spiele für den SCM – weil sie später als Beleg dafür dienen wird, dass Bennet Wiegerts Mannschafts im Stande ist, aus Niederlagen in großen Spielen besondere Kraft und Motivation zu schöpfen. Siehe nächsten Eintrag.











