Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) und der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Dirk-Martin Christian, haben am Mittwoch in Dresden den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 vorgestellt.

Der Bericht weist in nahezu allen Phänomenbereichen Bewegung aus: Das rechtsextremistische Personenpotenzial stieg auf rund 6.550 Personen, die Zahl linksextremistischer Gewalttaten kletterte um 47 Prozent, und russische sowie chinesische Nachrichtendienste intensivierten ihre Aktivitäten gegen Wirtschaft, Wissenschaft und kritische Infrastruktur.

Schuster führte die Entwicklung in allen Bereichen auch auf internationale Konflikte zurück. Migration präge die Agitation der Rechtsextremisten, der Nahostkonflikt verändere die linksextreme Szene, und die geopolitische Lage spiegele sich auf den „Radarschirmen“ der Sicherheitsbehörden wider.

Da rechtsextremistische Symbole immer häufiger auch auf Schulhöfen und in Klassenzimmern anzutreffen seien, schlägt der Innenminister die Erfassung von mutmaßlichen Rechtsextremisten bereits ab einem Alter von zwölf Jahren vor.

Rechtsextremismus: mehr Personen, weniger Straftaten