Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) haben das um 1615 entstandene Gemälde „Allegorie der Folgen des Krieges“ des flämischen Malers Frans Francken II. für die Gemäldegalerie Alte Meister erworben. Die SKD bezeichnet die Rückkehr des Holztafelbildes in das Museum als Glücksfall, handelt es sich doch um ein Hauptwerk Frans Franckens II., das die kleine Werkgruppe der Künstlerfamilie Francken in der Sammlung maßgeblich bereichere. Das Holztafelbild wurde beim Kölner Auktionshaus Van Ham ersteigert. Finanziert wurde der Ankauf von der Fontana Stiftung Baden-Baden und der Ernst von Siemens Kunststiftung. Nach einer Untersuchung in der Werkstatt für Gemälderestaurierung soll das Werk im Semperbau gezeigt werden.

Die Tafel war vor rund 300 Jahren von August dem Starken für seine Sammlung angekauft worden. Erstmals nachweisbar ist sie im Dresdner Inventar von 1722 bis 1728. Im Zuge der sogenannten Fürstenabfindung gelangte das Bild 1924 in Privatbesitz und galt anschließend etwa ein Jahrhundert lang als verschollen. Erst in diesem Jahr tauchte es wieder auf.

Frans Francken II. (1581–1642) führte ab 1605 eine Antwerpener Malerdynastie an, die über mehr als ein Jahrhundert und fünf Generationen die Malerei der Stadt mitprägte. Sein Werk umfasst biblische und mythologische Historienbilder, Stillleben sowie Darstellungen von Kunstkammern. Allegorische Bilder bilden einen kleinen Teil seines Œuvres.